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Milch und Mett im Hofladen Drive-in

Solingen : Milch und Mett im Hofladen Drive-in

Peter Bachhausen bietet Produkte rund um die Uhr in einem Automaten an. Wer Heißhunger auf Salami oder Kartoffeln hat, kann auch nachts einkaufen. Die ganze Vielfalt der Produktpalette gibt es allerdings nur im Hofladen.

Für alle, die die Hofladenöffnungszeiten verpasst haben oder nur einige Ergänzungseinkäufe machen wollen, lädt Bauer Peter Bachhausen mit einem großen Schild an seinen "Hofladen Drive-in" ein. In dem auf vier Grad gekühlten Automaten an der Straße Unten zum Holz bietet er frische Milch, sauber in Ein-Liter-Glasflaschen abgefüllt, Salami, Mettwürstchen und Kartoffeln zur direkten Mitnahme an.

Die gesamte Fülle des Angebots ist im Hofladen zu finden. Es gibt dort Fleisch auf Bestellung, auch wird immer ein kleines, aber feines Sortiment an Wurst und Käse angeboten. Zahlreiche Sorten an Obst, verschiedene Sorten Äpfel, Birnen, Kiwis, eigene Physalis und Gemüse wie Fenchel, Kürbisse, Kartoffeln, Möhren, Salate, Gurken und Rote Beete erfreuen nicht nur Vegetarier.

Für täglich frische Eier sorgen etwa 250 Hühner in Freilandhaltung. In den Sommermonaten gibt es etliche Gemüsesorten, die dort angebaut werden. Alle anderen Obst- und Gemüsesorten kommen aus der Region von eigens ausgesuchten Betrieben, denn Qualität steht für die Hofbesitzer an erster Stelle.

Damit sich die kleinen Hofbesucher bei dem Einkauf nicht langweilen, gibt es einen Mini-Streichelzoo mit Kaninchen, Schweinen und vier zahmen Schäfchen. Die Mini-Schweinchen freuen sich, wenn sie am Bauch gekrault werden, die Kaninchen und Schafe freuen sich auf Möhren.

Peter Bachhausen bewirtschaftet mit fünf Mitarbeitern in unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen 70 Hektar Land. Etwa die Hälfte nutzt er als Grünland für seine 30 Fleischrinder. Die Fütterung der Rinder erfolgt nur mit Gras, Silage, Mineralfutter und Brötchen. Pressfutter sucht man bei ihm vergebens. "Ich verzichte bewusst auf Zufütterung mit Mais", erzählt Peter Bachhausen. "Dann verfetten die Tiere nicht so schnell, und ich bin variabler in der Gestaltung der Schlachttermine."

Die Schlachtung der Tiere erfolgt etwa mit 18 Monaten in einem ortsnahen Schlachtort. "Ich möchte den Transportstress für die Tiere so gering wie möglich halten", berichtet Bachhausen. Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern bietet Bachhausen zudem 20 Pensionspferdeboxen an. Der Service ist vom Selbstversorger über den Teilservice bis hin zur fast Rundumbetreuung frei wählbar. Dazu gehören Deckenanziehservice und Medikamentengabe.

Mit viel Fach- und Pferdeverstand soll ein größtmögliches Maß der Zufriedenheit bei Pferd und Halter erreicht werden. Das Raufutter wird in bester Pferdequalität auf dem Betrieb hergestellt. Dazu gehören Heu, Heulage und täglich eine Ration Futterstroh und Hafer. Im Winter ist auch eine Paddockfütterung möglich. Besonders stolz ist Bachhausen auf den bei jedem Wetter nutzbaren und matschfreien Swing-Ground-Reitplatzboden. "Es gibt wohl keinen gelenkschonenderen und lungenfreundlicheren Außenplatzboden, und wir sind froh, diesen unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können", sagt Bachhausen.

Dreckige Gamaschen, Gurte, Scheuerstellen durch Sand gehören somit der Vergangenheit an. Ebenfalls gibt es weder Pfützen noch Staub oder gar glatten oder gefrorenen Boden. "Wir bieten nur wettergeschützte Außenboxen an, da Pferde einfach nicht in geschlossene Stallgebäude gehören. Die Tiere brauchen viel Luft, Licht und Aussicht", erklärt Bachhausen.

(RP)