Solingen: Merscheider Schützen bewahren Tradition

Solingen : Merscheider Schützen bewahren Tradition

Mit Jahreszahlen ist es so eine Sache. Denn wenn der Merscheider Schützenverein 1891 (MSV) zwischen dem 17. und 19. August sein Schützenfest feiern und auf eine 116-jährige Geschichte zurückblickt, dann dürfte wenigstens die Traditionalisten unter Mitgliedern der Gesellschaft ein zwiespältiges Gefühl befallen. 1891 – das war auch das Jahr, in dem die Stadt Merscheid von den Landkarten verschwand. Fortan und bis zur Eingemeindung nach Solingen 1929 hieß die Kommune Ohligs.

Fassanstich am 17. August

Was die Merscheider Schützen aber nicht davon abhalten wird, nach dem Fassanstich am Freitag, 17. August, 19 Uhr, ausgiebig zu feiern – frei nach ihrem Motto, nachdem man „vieles alleine machen“ kann, nur eben nicht feiern. Und da Geschichte immer auch in der kollektiven Erinnerung lebt, hat Oberbürgermeister Franz Haug ganz Recht, wenn er in einem Grußwort an die Merscheider bemerkt, dass es den Schützenvereinen zufalle, „ein Stück Kultur zu bewahren.“

Bestandteil der Heimatpflege

Im Fall des MSV heißt dies, dass das „Schützenbrauchtum ein wertvoller Bestandteil der Heimatpflege“ ist, wie der erste Vorsitzende, Heiko Schneitler, erklärt. Auf die Gäste wird an den drei Festtagen einmal mehr ein anspruchsvolles Programm warten. Während am ersten Abend ein Heimatfest mit mehreren musikalischen Beiträgen auf dem Programm steht und am Samstag, 18. August, ab 20 Uhr eine Ü-30-Party steigt, bildet der Krönungsball einen Tag später ab 18 Uhr den Abschluss des Festes.

(RP)
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