„Mehrweg statt Einweg" bei Solinger Festen

Offizielle Auflage des Stadtdienstes Ordnung : „Mehrweg statt Einweg" bei Solinger Festen

Erstmalig beim Dürpelfest Ende Mai im Stadtteil Ohligs kommen nur noch Becher zum Einsatz, die wieder verwertet werden können.

(uwv) Die großen Feste in Solingen verursachen riesige Mengen an Abfall, der nicht wiederverwertet werden kann, kostenträchtig entsorgt werden muss, das Wohnumfeld verschmutzt sowie die Umwelt belastet. Das soll sich nachhaltig ändern: Erstmalig beim Ohligser Dürpelfest Ende dieses Monats, kommen zunächst nur noch Becher zum Einsatz, die gespült und wieder verwendet werden können. Mayo, Ketchup und Co. holt man sich nach Bedarf aus Spendern, so dass Kleinstverpackungen unnötig werden.

So legt es die offizielle Auflage des Stadtdienstes Ordnung fest. Zudem werben Plakate und Banner mit dem Slogan „Mensch, Mein Weg - Mehrweg“ bei den Solinger Feiernden dafür, dass die Becher – auch ohne Pfand – nicht im Müll landen, sondern am Getränkestand zurückgegeben werden.

Nach dem Motto „Mehrweg statt Einweg“ soll das Feiern auf den größeren und kleineren Traditions-, Stadtteil- oder Quartiersfesten ausgelassen und fröhlich bleiben, aber Umwelt und Klima besser schonen. Das Vorhaben „Nachhaltiges Feiern in Solingen“ ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und soll schrittweise Realität werden. An der Vorbereitung waren und sind auch weiterhin diejenigen beteiligt, die mit den Festen zu tun haben, etwa die Ausrichter von Zöppkesmarkt, Dürpelfest, Echt.Scharf.Solingen und Gräfrather Marktfest, außerdem die Verbraucherzentrale sowie interessierte Bürger.

Weniger Müll bedeutet für die Veranstalter nämlich auch weniger Kosten, dafür mehr Schutz für Klima, Weltmeere und Umwelt. Denn auch den Ausrichtern der Solinger Großveranstaltungen sind die riesigen Müllberge schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. So bieten sie zwar oft bereits Mehrwegbecher auf den diversen Festen an, davon landen jedoch immer noch 30 bis 40 Prozent trotzdem im Müll. Festbesucher bringen die Becher nicht zum Getränkestand zurück – obwohl heute jeder die Problematik der Plastikpartikel in den Weltmeeren kennen sollte.

(uwv)
Mehr von RP ONLINE