Solingen: Mehrheit im Rat beschließt acht Verkaufssonntage

Solingen: Mehrheit im Rat beschließt acht Verkaufssonntage

Der Rat hat gestern Abend den politischen Weg freigemacht für die verkaufsoffenen Sonntage 2018. Bei acht Gegenstimmen, darunter die der Linken, und vier Enthaltungen sprach sich die Mehrheit dafür aus, insgesamt acht Verkaufssonntage in Ohligs (4. März, 2. September, 28. Oktober, 9. Dezember), Höhscheid (18. März), Wald (1. Juli, 9. Dezember) und Mitte (12. August) zu ermöglichen.

In der Diskussion zuvor hatte CDU-Ratsherr Falk Dornseifer noch einmal für eine Unterstützung des Handels geworben. Gerade in Mitte laufe die "Erlebniswelt Einkaufen" Gefahr, "vor die Hunde zu gehen", sagte Dornseifer, der in den Sonntagen eine Möglichkeit sieht, die Kunden anzulocken. Dagegen argumentierte Karin Seilheimer-Sersal (Linke), die an Sonntagen geöffneten Geschäfte gingen zu Lasten der Angestellten. Ordnungsdezernent Jan Welzel plädierte dafür, in Zukunft Lösungen im Konsens zu suchen. Es gelte, die Pro- und Contra-Argumente abzuwägen.

Ob die Liste der Verkaufssonntage, auf die sich ein Runder Tisch mit Händlern und Kirchen geeinigt hatte, Bestand hat, hängt nun von Verdi ab. Die Gewerkschaft, die beim Runden Tisch nicht dabei gewesen war, hatte 2017 gegen viele Verkaufssonntage erfolgreich geklagt und dies im Vorfeld der gestrigen Ratsentscheidung erneut ins Spiel gebracht.

(or)