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Solingen: Mehr Technik, mehr Service

Solingen : Mehr Technik, mehr Service

Das neue Fahrgastinformationssystem der Verkehrsbetriebe wird zukünftig an vier zentralen Haltepunkten die Fahrgäste über stetig aktualisierte Fahrpläne informieren. Das Pilotprojekt in Aufderhöhe läuft bereits.

Der Busbahnhof in Aufderhöhe ist derzeit Vorreiter der Modernisierung Solinger Bushaltestellen: Seit rund einer Woche informieren dort hochmoderne LED-Anzeigetafeln die Fahrgäste über die Buslinien, ihr Ziel und die Soll-Ankunftszeit. „Fahrgastinformationssystem“ (FIS) nennt sich die Neuerung, die es in Remscheid, Dresden, Rheinbach und Nürnberg bereits gibt. Aufderhöhe fungiert als Pilotprojekt, da dort der erste Busbahnhof modernisiert wurde, die Haltepunkte Graf-Wilhelm-Platz, der Busbahnhof Ohligs und am neuen Bahnhof Solingen Mitte an der Bismarckstraße sollen folgen. In Aufderhöhe werden bisher nur die Sollzeiten der Ankünfte der Busse angezeigt, eigentlich jedoch funktioniert das System als Anzeige der Echtzeit, das heißt der Fahrgast kann auch Verzögerungen, Ausfälle und zusätzlich eingesetzte Busse außerhalb des Fahrplans direkt erkennen.

Rechnergesteuertes System

„Wir wollen den Kunden hochaktuell informieren“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Silke Rampe. Das System funktioniert über ein komplexes, rechnergesteuertes Betriebssystem, an das jeder Bus angeschlossen ist. Dieser sendet per Funktelegramm seine Entfernung von der jeweiligen Bushaltestelle an den mit den Anzeigetafeln verbundenen Rechner, die Ankunftszeit kann so genau ermittelt werden.

Erfahrungen hat man bei den Stadtwerken seit Jahren mit den Funktelegrammen: Die Steuerung der Ampeln ist damit verbunden, der Fahrer kann sich so über das „Buspräferenzsystem“ Ampel-Grün holen. 250 000 Euro hat die Installierung gekostet, zunächst wurden alle Kosten von den Verkehrsbetrieben übernommen. „Wenn alle Systeme laufen, leisten Bund und Land voraussichtlich Zuschüsse von etwa 75 Prozent“, sagt Silke Rampe.

Noch zeigen am Graf-Wilhelm-Platz elf Anzeigetafeln in gelben Buchstaben den Satz „Bitte beachten Sie die Aushangfahrpläne“ an. Erst zur offiziellen Einweihung am zehnten Dezember gehen sie in Betrieb, am Ohligser Bahnhof ist mit der Inbetriebnahme erst 2008 zu rechnen, an der Bismarckstraße sollen die LED-Anzeigetafeln ab Frühjahr 2007 die Kunden informieren. „Wir wollen am Graf-Wilhelm-Platz im Dezember direkt mit der Anzeige der Echtzeit beginnen“, wünscht sich Silke Rampe. Jedoch sei noch nicht klar, ob alles klappe, im Notfall werde auch dort übergangsweise die Sollzeit des Fahrplans angezeigt.

„Der Kunde soll mehr Übersicht gewinnen und genau informiert sein, was der , dynamische’ Fahrplan der nächsten 30 Minuten bietet“, sagt die Sprecherin. Eine Ausstattung weiterer Haltestellen mit dem neuen Fahrgastinformationssystem ist nicht angedacht, nur Knotenpunkte mit einer großen Anzahl von Fahrgästen und Linien sollen damit versehen werden. „Sonst stimmt das Kosten-Nutzen-Konzept nicht mehr“, weiß Silke Rampe.

(RP)