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Solingen: Mehr Personal für städtische Kitas

Solingen : Mehr Personal für städtische Kitas

310 000 Euro darf die Stadt zusätzlich ausgeben für Personal in den städtischen Kindertagesstätten. Nach der ersten Änderung des Kinderbildungsgesetzes hat das Land dieses Geld bereitgestellt, weil die Betreuung der unter dreijährigen Kinder personalintensiver ist als die der Kinder, die schon älter als drei Jahre sind. Das Geld vom Land reicht in Solingen für 7,75 neue Stellen, es wird jedoch auch für die Aufstockung bestehender Verträge eingesetzt. Der Verwaltungsvorstand hat beschlossen, dass die neuen Stellen kurzfristig besetzt werden können.

Bereits in der kommenden Woche werden daher auch die ersten Einstellungsgespräche für neue Kräfte geführt, wie der Leiter des Stadtdienstes Jugend, Peter Eberhard, auf Nachfrage bestätigt. Bei den Neuen muss es sich nicht um ausgebildete Erzieherinnen handeln, es können auch Pflegehilfskräfte sein, da die Betreuung der Kinder unter drei Jahren in erster Linie in der Pflege besteht. Für die Stadt bedeutet dies ein Umdenken, denn die alte Landesregierung wollte alle Hilfskräfte in den Kindertagesstätten abschaffen. Die jetzt gesuchten Ergänzungskräfte können auch aus anderen, verwandten Berufen kommen, wie Peter Eberhard betont.

An Bewerbungen für die neuen Stellen mangelt es nicht, die Stadt gelte offenbar nach wie vor als ein attraktiver Arbeitgeber, betont der Stadtdienstleiter.

13 Kindertagesstätten betreibt die Stadt, von dem Geld vom Land sollen auch Teilzeitstellen geschaffen werden. In den Einrichtungen arbeiten im Moment 184 Mitarbeiter auf rund 150 Stellen. Zirka 25 von ihnen haben keine Ausbildung als Erzieher oder Sozialpädagogen.

Für die Zukunft rechnet Peter Eberhard mit weiterem Bedarf an zusätzlichen Stellen. Das Geld vom Land jedenfalls soll jetzt in vollem Umfang den Kindern zukommen. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter: "Ich freue mich, dass wir jetzt mit Hilfe des Landes viel für die bessere Unterstützung und Betreuung der kleinen Kinder in den städtischen Einrichtungen tun können."

(RP)