Mehr Parkplätze fürs O-Quartier in Solingen

Bauprojekt in Solingen-Ohligs : Mehr Parkplätze fürs O-Quartier

Der Investor hat die Parkplatz-Zahl noch einmal nachgebessert. Jetzt sind allein in den beiden Tiefgaragen 265 Stellplätze geplant.

Die Verzögerung war nicht von langer Dauer. Nachdem vor einigen Wochen bei den Abrissarbeiten auf dem Gelände für das zukünftige O-Quartier versehentlich das Dach einer alten Halle schwer beschädigt worden war und das ganze Gebäude zwischenzeitlich unkontrolliert einzustürzen drohte, konnte diese Gefahr mittlerweile gebannt werden. Der Abbruch der Ruinen in Ohligs geht wieder planmäßig voran.

Und auch sonst sind die Verantwortlichen im Rathaus sowie beim Investor zuversichtlich, den zeitlichen Rahmen halten zu können. So gab die Stadt zu Wochenbeginn zwar bekannt, dass sich die Vorlage für den Offenlage-Beschluss des Bebauungsplans wohl um „wenige Wochen“ verzögern werde. Doch die dafür notwendige gemeinsame Sondersitzung von Planungsausschuss und Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid soll möglichst noch im Februar nachgeholt werden, während sich nun auch in Sachen Parkplatz-Problematik eine zumindest teilweise Lösung abzeichnet.

Das hat Stadtdirektor Hartmut Hoferichter am Montag bestätigt. „In den Tiefgaragen des O-Quartiers sind bei den neuesten Planungen mehr Stellplätze als früher vorgesehen“, sagte Hoferichter in seiner Funktion als Solinger Baudezernent auf Anfrage. So belaufe sich die Zahl der Parkplätze innerhalb der Garagen jetzt auf 265. Darüber hinaus habe der Investor, die Berliner Entwicklungsgesellschaft Kondor Wessels, im oberirdischen Bereich der neuen Wohnanlage ebenfalls noch einmal nachgebessert, so Hartmut Hoferichter.

Damit dürfte sich die Anzahl der Parkgelegenheiten im O-Quartier nach aktuellen Schätzungen auf knapp 300 belaufen, nachdem bislang von in der Summe lediglich rund 240 Stellflächen die Rede gewesen war. Zuvor waren diese ersten Pläne vor allem bei Anwohnern im Zentrum von Ohligs auf Kritik gestoßen, weil die Furcht bestanden hatte, nach der Fertigstellung des O-Quartiers im Jahr 2021 könnte ein regelrechtes Hauen und Stechen um das knappe Gut Parkraum einsetzen.

„Die zunächst angedachte Zahl von Parkplätzen war einfach zu gering berechnet“, betonte dementsprechend am Montag zum wiederholten Mal der Bezirksbürgermeister von Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid, Marc Westkämper (CDU). Parallel zeigte sich Westkämper darüber erleichtert, dass nun doch eine Aufstockung bewerkstelligt werden konnte. Denn schließlich, so der Bezirksbürgermeister, werde auf diese Weise ein Schlüssel von annähernd 1:1 beim Verhältnis von neuen Wohnungen zu Parkplätzen geschaffen.

Derweil äußerte sein Parteifreund Bernd Krebs, Vorsitzender des Planungsausschusses, die Hoffnung, selbst mit dem jüngsten Resultat sei möglicherweise nicht das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht. „Vielleicht geht ja sogar noch mehr“, sagte Krebs, der jetzt auf die endgültigen Pläne des Investors wartet.

Diese sollen in einigen Wochen präsentiert werden, nachdem zuerst angedacht war, die Vorstellung schon am nächsten Montag über die Bühne gehen zu lassen. Der Grund für die Verschiebung: Um die Zu- und Abfahrten aus den Tiefgaragen zu regeln, sollen noch kleinere Veränderungen an dem Verkehrskonzept vorgenommen werden. Dabei geht es um die Verkehrsführungen über die Düssseldorfer Straße und die Straße Heiligenstock. Der Baubeginn des O-Quartiers ist nach wie vor für das laufende Jahr anvisiert.