Solingen: Lukas Klinik als Notarztstandort gerüstet

Solingen : Lukas Klinik als Notarztstandort gerüstet

Mit der neuen Zentralen Aufnahmeeinheit und chirurgischen Ambulanz haben sich die Bedingungen für einen Notarztwagenstandort am Haus deutlich verbessert, ist Krankenhaus-Direktorin Ursula Göbel von der St. Lukas Klinik überzeugt. Die Stadt Solingen habe bereits signalisiert, dass das Krankenhaus an der Schwanenstraße in Ohligs bei der nächsten Standortvergabe gute Chancen habe. Bisher sind zwei Notarztfahrzeuge am Städtischen Klinikum stationiert.

Am Montag stellte die St. Lukas Klinik die neuen Räume vor, in die rund drei Millionen Euro investiert wurden. "Der Patientenfluss im Haus ist deutlich verbessert", sagt Ursula Göbel. In der Zentralen Aufnahmeeinheit (ZAE) arbeiten zwei Fachärzte: der ärztliche Leiter Dr. Bernhard Plath und sein Kollege Ingulf Brammer. Hinzu kommen 16 Pflegekräfte, davon fünf in Teilzeitstellen. Die beiden Ärzte, ein Allgemeinmediziner und ein Facharzt für Innere Medizin, können nach der Aufnahme der Patienten entscheiden, welcher Facharzt zuständig ist, auf welche Station der Patient kommt. Dass die Abläufe in der ZAE der St. Lukas Klinik für Patienten wie auch für das Personal deutlich verbessert wurden, zeigt sich in den Zahlen der Aufnahmen. Warten es im vergangenen Jahr noch 460 bis 480 Patienten pro Monat, sind es in den ersten Monaten dieses Jahres bereits durchschnittlich 600 Patienten. Patienten, die mit dem Notarztwagen kommen, sind in der Mehrzahl aus Solingen, aber sie kommen auch aus dem Kreis Metmann.

Die ZAE und Ambulanz wurden nach eindreiviertel Jahren Umbauzeit in Betrieb genommen. In der Wagenhalle haben zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug Platz, die Aufenthaltsräume für die Rettungsdienst- und Klinikmitarbeiter grenzen unmittelbar an diese Halle. In der Chirurgischen Ambulanz gibt es vier Untersuchungs- und Behandlungsräume, einen Wartebereich, Büros, Lagerräume und sanitäre Einrichtungen. Die ZAE verfügt über fünf Untersuchungs- und Behandlungsräume, einen Schockraum, zwei Räume für Noteingriffe, Büros und verschiedene Nebenräume.

Mit dem Leiter der ZAE, Dr. Bernhard Plath, hat die Lukas Klinik einen erfahrenen und vor allem vielen Solingern bekannten Mediziner gewonnen. Der 55-jährige Facharzt für Innere Medizin war viele Jahre als Internist in Solingen niedergelassen, kennt aber auch die Arbeit in einer Zentralen Notaufnahme, Plath war Leitender Oberarzt in einer Klinik im schwedischen Boras, bevor er 2012 zur St. Lukas Klinik kam und im März 2013 dann die Leitung der ZAE übernommen hat. Bernhard Plath hat viele Einsätze als Notarzt im Rettungsdienst gefahren, ist Mitbegründer des Ärztenetzwerks Solimed und ärztlicher Mitarbeiter beim Deutschen Roten Kreuz. Dass viele Solinger ihn kennen und ihm vertrauen, findet er sehr vorteilhaft für seine Arbeit.

(RP/ac)