Solingen: Leuchtprojekt auf der Zielgeraden

Solingen: Leuchtprojekt auf der Zielgeraden

Mit den Start- und Sponsorengeldern beim 12. Miss-Zöpfchen-Lauf sollen die letzten Lampen auf der Trasse finanziert werden.

Könnte der 12. Miss-Zöpfchen-Lauf schon der letzte seiner Art sein ? Darauf hoffen Heike und Michael Armbrüster. Ihre Tochter, die ehemalige "Miss Zöpfchen" Kim Armbrüster, hatte die Idee für die Aktion "Licht für die Trasse". Von den benötigten 157 Lampen an der 10,3 Kilometer langen Korkenziehertrasse fehlt noch die Finanzierung für zehn ihrer Art. Artur Pach von der Stadt, der die Trasse mitbetreut, hofft, dass der Lauf am 2. September und weitere Sponsoren die fehlenden 25.000 Euro für die Lampen zusammenbringen.

"Dass die Idee des Miss-Zöpchen-Laufs eine Erfolgsgeschichte ist, liegt daran, dass sich ein gutes Team hinter den Kulissen um alles kümmert", betont Michael Armbrüster. Der Solinger Sportbund ist von Anfang an dabei und hält auch in diesem Jahr viele Strippen in der Hand. So läuft die Anmeldung über den Sportbund. Das passiert alles über das Internet.

Überhaupt sei der Lauf technisch auf der Höhe. Wie man solche Ereignisse organisiere, erklären die Armbrüsters. Helfer auf Fahrrädern, etwa von den Johannitern oder dem Radsportclub Velo Solingen, sind unterwegs. Dazu kommen Verkehrskadetten. Denn dort, wo die Trasse normale Straßen passiert, wird es am 2. September zu Sperrungen kommen.

Sportlich setzt man auf das bewährte Konzept. Um 10.15 Uhr startet der Halbmarathon. 15 Minuten später gehen die Zehn-Kilometer-Läufer an den Start. In diesem Rhythmus werden 15 Minuten später Läufer für die halbe Distanz auf die Reise geschickt. Um 11.15 Uhr folgen schließlich die Nordic Walker.

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Um 12 Uhr wird es rund um den Start- / Ziel-Bereich im Südpark, wieder laut. Denn die 500-Meter-Rennen der Bambini stehen auf dem Programm. Auch der Fitkids-Lauf startet um 12.15 Uhr. Dafür wird keine Anmeldegebühr fällig. Diese übernimmt in diesen Fällen die AOK als einer der Sponsoren des Lauf-Spektakels.

Um 13 Uhr gehen noch Schüler an den Start und eine Stunde später die Mitarbeiter von Solinger Firmen. Am Ende sollen mindestens 1300 Starter gezählt werden - so viele waren es 2017. Doch ganz reichen den Organisatoren diese Zahlen eigentlich nicht. Denn das spüle nur Geld für vier Lampen in die Kasse. Daher hoffen sie auf noch mehr Laufbegeisterung.

Und sie haben auch eine Idee, was passiert, wenn tatsächlich die Mittel zur Anschaffung der noch fehlenden zehn Lampen gesichert sind. "Ab dem Rabasol-Tunnel in Wald haben wir moderne LED-Lampen eingesetzt, die sparen extrem viel Strom und kosten nur fünf Euro pro Jahr an Unterhalt", erklärt Artur Pach. Ältere Lampen könne man austauschen und ersetzten, damit liege man dann in Sachen Nachhaltigkeit weit vorne.

Eine Anmeldung ist sogar noch am 2. September möglich. Aber dann verpasst man etwas. Die Laufnummer wird mit dem Namen des Teilnehmers ausgedruckt, wenn er sich bis zum 13. August für 15 Euro (8 Euro ermäßigt) anmeldet. In dem Schild ist auch der Zeittransponder eingebaut, mit dem die Leistung gemessen wird. Aber tatsächlich geht es auch 2018 in erster Linie um das Licht für die Trasse. www.solingersport.de

(RP)