Solingen: Lernen und Arbeiten unter einem Dach

Solingen : Lernen und Arbeiten unter einem Dach

Beim "Tag der drei Solinger Berufskollegs" informierten sich am Samstag viele Jugendliche über die Angebote der berufsbildenden Schulen. Die hatten von 11 bis 14 Uhr für Besucher geöffnet.

Ein wahres Eldorado für Experimentierfreudige fanden die Besucher des Mildred-Scheel-Berufskollegs in der ersten Etage. "Ich finde das super, dass wir jetzt viel mehr Möglichkeiten haben, praktisch zu arbeiten", sagte Schüler Samuel Rauh. Pünktlich an jenem Tag, an dem sich die drei Solinger Berufskollegs allen interessierten Bürgern präsentierten, eröffnete die Schule an der Beethovenstraße ihren neuen Biologieraum.

Der verfügt unter anderem über eine elektronische Tafel und eine Arbeitsinsel neben dem Pult. "Vorher haben wir nur Kreide-Unterricht gemacht und sind ansonsten in die Räume der Geschwister-Scholl-Schule ausgewichen", berichtete Biologie-Lehrerin Kathrin Grau und lobte vor allem das Engagement ihrer Kollegen Ulrich Hofacker und Dr. Christian Wethmar bei der Planung des neuen Raumes, in dem in früheren Jahren hauptsächlich Chemieunterricht stattgefunden hatte.

"Viele, die zum ersten Mal hier reinkommen, sind beeindruckt", erzählte Schülerin Maria Tekeoglou, die den Raum mit ihren Schulkollegen für die Gäste beim Tag der offenen Tür hergerichtet hatte: Die Besucher konnten sich an verschiedene Versuche heranwagen. "Wir stellen wasserlösliche Folie aus Kartoffelstärke her", erklärte Kathrin Grau und deutete auf einen Tisch voller Reagenzgläser. "Wir haben in der Jahrgangsstufe 13 DNA-Experimente gemacht, die wir auch erläutern", sagte Schülerin Tatjana Symanek.Der Besucherandrang konnte sich sehen lassen: Immer wieder traten Jugendliche und Erwachsene an die Versuchstische heran. Viel Betrieb herrschte auch im Technischen Berufskolleg am Oligschlägerweg. Im Technischen Gymnasium standen die Maschinen kaum still.

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Schüler aus dem Leistungskurs Maschinenbautechnik präsentierten den Gästen die praktische Arbeit. "Wir hatten schon einige Leute hier, die sich ganz gezielt nach der Schulausbildung erkundigt haben", sagte Lehrer Christof Hotz. Er traf am Samstag auch einen ehemaligen Schüler: "Ich wollte ein bisschen helfen, mit ehemaligen Lehrern und Mitschülern sprechen", sagte Julian Rüsing, der in diesem Herbst sein Maschinenbaustudium in Aachen aufgenommen hat.

Zum Technischen Berufskolleg war er einst auch durch einen Tag der offenen Tür gekommen. "Nach der zehnten Klasse an der Realschule habe ich mich entschieden, hierhin zu gehen, weil man hier sehr viele praktische Grundlagen vermittelt bekommt", erklärte der 20-Jährige. Seine Stärken sieht er vor allem im Organisieren von Produktionsabläufen.

"Den Schülern macht es großen Spaß, das umzusetzen, was sie bei uns lernen", sagte Heike Hörter, Koordinatorin des Technischen Gymnasiums.

(rdl)
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