Ohligs: Lauschiges Plätzchen für die Bienen

Ohligs : Lauschiges Plätzchen für die Bienen

Seit zwei Jahren betreut der Imker Uwe Gauer seine zehn Bienenvölker, die mitten drin im großen Gelände des kommunalen Waldfriedhofs am Hermann-Löns-Weg stehen.

Seit zwei Jahren betreut der Imker Uwe Gauer seine zehn Bienenvölker, die mitten drin im großen Gelände des kommunalen Waldfriedhofs am Hermann-Löns-Weg stehen.

"Wir haben das damals sehr gerne genehmigt", sagte Andreas Brühne, Leiter der Friedhofsverwaltung der Stadt. "Dieser Platz ist einfach ideal für meine Bienen", ergänzte Uwe Gauer, der auch seinen Sohn Jakob (13) bereits mit der Begeisterung für die Bienenzucht angesteckt hat.

"Die Bienen suchen von ihren Stöcken in einem Radius von etwa drei Kilometern nach Nektar, vom Friedhof aus erreichen sie das Naturschutzgebiet der Ohligser Heide und werden auf dem parkähnlichen Gelände des Friedhofs auch fündig", erklärte Horst Werner Noll, Mitglied im Vorstand des Solinger Imkervereins.

Auch die Technischen Betriebe waren in das Projekt einbezogen, der Standort der Bienenvölker wurde zur Sicherheit eingezäunt. "Ich betreue selbst einige Bienenvölker, wir möchten dieses Projekt auch gerne auf dem Gräfrather Kommunalfriedhof aufbauen", erklärte Martin Wegner, Leiter der Technischen Betriebe der Stadt.

Die Bienen scheinen sich an ihrem Standort sehr wohlzufühlen, es war ein emsiges Getriebe rund um die Bienenstöcke. "Unsere Bienen sind gesund, die Nachrichten über das Bienensterben sind meist etwas übertrieben", sagten die Imker. Natürlich macht auch den Solinger Imkern die Varroa-Milbe zu schaffen, aber viel schlimmer für das Überleben der Bienen sind mangelnde Ernährungsmöglichkeiten. "In vielen Gärten gibt es kaum noch eine Blumenvielfalt, sondern meist nur Rasen mit Betonplatten, besonders durch mangelnde Nahrung werden die Bienen schwach und krank", erläuterte Uwe Gauer.

Der Hobbyimker verschenkt seinen biologischen Honig gerne an gute Freunde und verkauft ab und zu auch mal ein Glas.

Jeder Imker muss eine Ausbildung durchlaufen, nur mit einer bestandenen Prüfung und einem Zertifikat dürfen die Imker das Produkt ihrer Bienenvölker unter die Leute bringen. Mindestens einmal in der Woche macht sich Uwe Gauer auf den verschlungenen Weg zu den Bienen. Seine Bienenvölker müssen gepflegt werden, "denn sonst kommen sie in Schwarmstimmung und machen sich mit der Königin auf und davon", sagte er.

Wolfgang Günther

(RP)
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