Kunstvolle Mischung zum Wohlfühlen beim Solinger Lichterfest

Solinger Lichterfest : Kunstvolle Mischung zum Wohlfühlen

Am nächsten Samstag wird in und um die Güterhallen im Südpark beim Lichterfest viel geboten.

Petra Krötzsch, Eventmanagerin der Güterhallen, erwartet mehr Zuschauer als im letzten Jahr: „Meine sechs Wetter-Apps zeigen Sonnenschein.“ 2018 hatte der Regen zwar zum Motto „Meer Licht“ gepasst, jedoch einige Besucher abgehalten. Diesmal gibt es kein Motto, dafür aber wieder ein starkes Programm. Zur 13. Lichternacht am Samstag haben die Künstler interessante Gäste eingeladen – von Luftakrobat Sasha Kron, der im Atelier AndersARTig auftritt, bis zu Marko Leckzut, der im Dunkeln mit Schwarzlichtfarben sprayt. Außerdem gibt es fantasievoll dekorierte Tische unter den Bäumen der Allee, Livemusik von Papalagi, aufgearbeitete Lichtobjekte aus den letzten Jahren und Außenskulpturen.

„Die Besucher sollen sich wohlfühlen“, heißt der verbindende Gedanke der Lichternacht. „Wir haben sehr, sehr viele hochkarätige Künstler“, unterstreicht Petra Krötzsch. Die genauen Zeiten ihrer Auftritte sollen ab morgen auf der Homepage der Güterhallen stehen. Neu ist, dass sich vieles auf der Straßenseite abspielen wird – etwa die Animation „Mater Dei“ auf einer Wand der Lebenshilfe-Werkstatt. Sie basiert auf einer Assemblage von Yvette Endrijautzki, die bei Excit3D gescannt und auch im kleineren Format nachmodelliert wurde. Neben der animierten „Mater Dei“-Collage mit 2D-Abbildungen und 3D-Objekten von Güterhallen- und Gastkünstlern bringt Excit3D-Geschäftsführer Werner Koch auch Virtual-Reality-Brillen mit.

Oliver Buchta, der Freund von Yvette Endrijautzki, hat gleich sein ganzes Wuppertaler Nautilus Studio im Gepäck – als „Pop-up-Galerie“ in den Räumen von D-FORMEN. Außer den Wuppertaler Künstlern Endrijautzki und Martin Smida werden Pascal Ferry, Martina Hoffmann, Jeff Mihalyo, Otto Rapp und Liba W. Stambollion angekündigt. Buchta: „Für maltechnisch Interessierte wird das ein richtiger Leckerbissen.“ Buchta, der neben Psychologie noch Literaturwissenschaften studiert hat, sorgt zudem für „Lichtgeschichten“: Krimiautor Stefan Barz, eine Künstlerin aus Paris, Schüler eines Remscheider Gymnasiums und Jugendliche des Literaturprojekts „Lit-Up“ von Jule Pommer werden in einem Zelt ihre Texte vorlesen. Jugendliche kommen auch in der Galerie Kirschey zu Wort. Dort geht es – 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention – um Kinderrechte und Jugendprotest. Die Ausstellung von Foto-Graffiti (Astrid Kirschey und Marko Leckzut) wird begleitet durch Texte von Martina Hörle sowie Protestschilder und Zeichnungen junger Menschen.

Zur bunten Mischung gehören auch die Angebote im Außenbereich. Choreograf Jeremy Green („Art in Movement”, Hilden) präsentiert mit seinen Schülern einen neo-klassischen Tanz zur Musik von Astor Piazzolla. Zudem treten Ballerinen der Tanzschule Angel Blasco auf. Yvette Endrijautzki (LED-Jonglage) und Marvin Dillmann (Didgeridoo) verbinden Licht mit Klang.

In den Ateliers gibt es außer den erwähnten Ausstellungen noch diverse andere. So sind Arbeiten von Ciana Fitzgerald zu sehen, zeigt die Ateliergemeinschaft Künstlerpack „eine kleine Vorauswahl zur (2020) angestrebten Neuorientierung“, und ist Jeremy Green mit foto- und computergrafischer Kunst vertreten. Im Atelier von Régis Noel stellen Maryam Sabri und Frank Voß Lichtdrucke aus – „mit der Technik aus den Anfängen der Fotografie“.

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