Solingen: Kunst und Glückshormone

Solingen : Kunst und Glückshormone

Mit der Übergabe des Bergischen Kunstpreises 2011 der Deutschen Bank an die in Düsseldorf lebende Japanerin Yukako Ando wird morgen um 19 Uhr im Kunstmuseum die 65. Bergische Kunstausstellung eröffnet.

Zu Beginn der gestrigen Pressevorstellung der 65. Bergischen Kunstausstellung machte Dr. Axel Tochtermann, Direktor der Deutschen Bank, der diesjährigen Kunstpreisträgerin Yukako Ando ein Kompliment. "Ihre Arbeit ,Dialog' ist eine tiefsinnige und nachdenklich machende Installation. Sie stellt auch die Frage nach dem richtigen Dialog: Wie kann es weitergehen?" Morgen um 19 Uhr wird Tochtermann der in Düsseldorf lebenden Japanerin den mit 3500 Euro dotierten Bergischen Kunstpreis 2011 der Deutschen Bank überreichen — und mit diesem Festakt auch die Ausstellung im Kunstmuseum offiziell eröffnen.

"Kunst kann Glückshormone freisetzen. Ich möchte, dass die Besucher glücklicher aus der Ausstellung herauskommen", erklärte Tochtermann. "Das mit den Glückshormonen kann ich bestätigen", unterstützte Gisela Elbracht-Iglhaut den hohen Anspruch des Bankdirektors an die diesjährige Bergische. "Zumindest ist das bei mir so", erklärte die stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums lachend.

Martin Idelberger, Sprecher der Stadt-Sparkasse, nahm den gespielten Glücksball ebenfalls dankbar auf: "Das freut mich, dass wir helfen, die Menschen glücklicher zu machen." Auch in diesem Jahr lobt die Stadt-Sparkasse wieder den Publikumspreis der Bergischen aus. Über einen Scheck in Höhe von 1500 Euro darf sich zum Ende der Ausstellung wieder derjenige Künstler freuen, der die meisten Stimmen der Besucher auf sich vereinigen kann. Die dürfen nämlich mittels Stimmzettel erneut ihr Votum abgeben. Doch die Stadt-Sparkasse lobt nicht nur zum 25. Mal einen Preis zur Bergischen aus, sondern das Geldinstitut ermöglicht Schulklassen auch in diesem Jahr wieder besonders günstige Führungen durch die Ausstellung. "Wir möchten Menschen für die Kunst begeistern", so Idelberger.

Wie wichtig die beiden Kunstpreise der Bergischen sind, unterstrich gestern Gisela Elbracht-Iglhaut, die seit vielen Jahren die traditionsreiche Kunstausstellung im Museum betreut: "Durch die Preise gewinnt die Bergische wirklich an Qualität. Das kann man auch an den Einreichungen der vielen bereits namhaften Künstler erkennen, die sich mit Werken höchster Qualität bewerben."

Zur Bergische Kunstausstellung finden Sie eine ausführliche Berichterstattung in der Samstagsausgabe.

(mit)
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