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Solingen: Kulturnacht dreht sich um Watt und Volt

Solingen : Kulturnacht dreht sich um Watt und Volt

Auch in diesem Jahr findet die Kulturnacht in Solingen statt. Unter dem Motto "Kultur unter Strom" werden am 1. April an neun Veranstaltungsorten über 100 Stunden Programm geboten.

Einen Kritikpunkt von Besuchern der Großveranstaltung lässt sich Projektleiter Timm Kronenberg gern gefallen: "Ich höre oft, es war einfach so viel Programm, dass man gar nicht alles mitmachen konnte." Doch das Angebot zu verknappen kommt für die Planer der Kulturnacht nicht in Frage: "Wir wollen zeigen, was wir haben", bekräftigte Kulturdezernentin Dagmar Becker. Und das tut das städtische Kulturmanagement mit Erfolg, denn das Angebot an Musik- und Tanzdarbietungen, Lichtshows, Lesungen und Sonderführungen in einer Nacht mobilisiert seit 2011 tausende Menschen aus der gesamten Region. "Im vergangenen Jahr hatten wir 25 Prozent mehr Besucher als 2015", frohlockt Jörg Pauli, Verwaltungsleiter des Kulturmanagements.

3328 Bändchen, die am Abend der Veranstaltung den Zugang zu sämtlichen Bussen mit und ohne Programm sowie den Eintritt in den geöffneten Kultureinrichtungen ermöglichen, hatten die Veranstalter im vergangenen Jahr verkauft. Diesmal sollen es noch mehr werden, denn wie Pauli ankündigt: "Die Kulturnacht wird so groß wie nie zuvor." Die Betreiber von neun Schauplätzen haben für die Zeit zwischen 18 Uhr und Mitternacht am Samstag, 1. April, ihr ganz eigenes Programm rund um das Motto "Kultur unter Strom" zusammengestellt. Im Theater und Konzerthaus etwa geben sich nach der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Tim Kurzbach Vertreter klassischer und elektronischer Musik, Videokünstler, Tänzer und ein Roboter im LED-Anzug die Klinke in die Hand. Enorm abwechslungsreich soll es auch an den anderen Schauplätzen im Stadtgebiet, von der Cobra in Merscheid über die Städtische Musikschule bis Schloss Burg zugehen.

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Und unter Strom stehen natürlich auch die Fortbewegungsmittel, mit denen die Gäste ihre Route durch Solingen bewältigen können. Denn ein besonderes Charakteristikum der Kulturnacht ist einmal mehr die Nutzung der Oberleitungsbusse als Transportmittel und Bühne. Zehn Programmbusse - und damit einer mehr als im Vorjahr - sollen schon die Fahrt durch die Stadt zu einem stimmungsvollen Erlebnis machen und für jeden Geschmack etwas bieten. Jeweils vier der belebten Fahrzeuge setzen die Stadtwerke auf der Linie 681 von Ohligs über Merscheid bis in die Innenstadt sowie auf der 683 zwischen Gräfrath und Bülowplatz ein. Von letzterem aus können die Kulturbegeisterten mit zwei ebenfalls von Musik erfüllten Pendelbussen in Richtung Burg aufbrechen. Aus logistischen Gründen wird die Wendeschleife Krahenhöhe in diesem Jahr nicht als Umsteigepunkt zwischen den Programmbussen genutzt. Der normale Linienverkehr bleibt von dieser Regelung unberührt. Bis in die Nacht sollen sich die Gäste an den vielfältigen Aktionen erfreuen. Bei ihrer Reiseplanung helfen werden ihnen dabei Hefte, in denen die Fahrzeiten der Busse sowie sämtliche Darbietungen aufgeführt sind. 14.000 Exemplare hat das Kulturmanagement an 600 Stellen im Bergischen Land hinterlegt.

Und wer auch am nächsten Tag noch nicht genug hat, kann von 11 bis 15 Uhr durch insgesamt 25 offene Ateliers wandern. Mit speziellen Ausstellungen und zum Teil sogar Aktivitäten zum Mitmachen locken die Kreativen im Südpark, der Innenstadt, Höhscheid, Müngsten und Gräfrath ihre Besucher an.

(RP)