Solingen: Kopfbedeckungen für jeden Geschmack

Solingen : Kopfbedeckungen für jeden Geschmack

Die Wahlsolingerin Bea Kahl ist Modistin. Sie entwirft Hüte für die Kölner Oper und die Wuppertaler Bühnen. Ab Februar zeigt die 50-Jährige ihre vielfältigen Hutkreationen in einem eigenen Atelier in den Güterhallen im Südpark.

Bea Kahls "BeHaUpTungen" sind eine wahre Augenweide. Egal ob Wärmendes für den Alltag oder Verrücktes für Mutige — sie schmücken jeden Kopf. Die 50-Jährige ist gelernte Hutmacherin. Bis 1989 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Modistin in Düsseldorf. Fünf Jahre später folgte die Meisterprüfung in Aachen.

Bea Kahl wurde vielfach ausgezeichnet und kann auf viele interessante berufliche Stationen zurückblicken. So war sie als Filialleiterin in einem Hutgeschäft auf der Düsseldorfer Königsallee tätig, gestaltete zahlreiche Modenschauen, ist Dozentin für Hut- und Filz-Workshops, nimmt Auftragsarbeiten für die Oper Köln an und ist seit drei Jahren Hutmacherin an den Wuppertaler Bühnen. "2004 habe ich schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt", erzählt Bea Kahl.

Seitdem arbeite sie freischaffend als Modistin in eigenem Atelier, so die Hildenerin, die 1998 nach Solingen zog. Stets befand sich ihre Arbeits- und Ausstellungsfläche zuhause. Nun möchte die Modistin "den Schritt nach draußen machen". Deshalb zieht sie schon bald in neue Räume. In den Güterhallen im Südpark wird das Atelier 24 zur neuen Heimat für ihr "Atelier Hutdesign BeHaUpTungen".

Die Eröffnung ist für den kommenden Februar geplant. "Derzeit stecken wir noch mitten in den Umbauarbeiten", sagt die zukünftige Atelier-Inhaberin. Sie möchte nicht mehr so viel mit ihren Hüten reisen, sondern an einem festen Ort der Öffentlichkeit ihr Handwerk zeigen. Schon bald kann sie ihre "Behauptungen" auf rund zwei Etagen und 100 Quadratmetern fertigen und ausstellen. "Mein Laden passt gut zum Publikum der Güterhallen, das auch aufgeschlossen für Neues, Ausgefallenes ist", glaubt Bea Kahl.

Trotzdem sei in ihrem Laden für jeden Geschmack etwas dabei. Schlichte Klassiker gibt es ebenso wie Verrücktes mit Blüten, Rüschen und aufwendigen Raffungen.

Die Preise beginnen bei 39 Euro und steigern sich bis hoch zu rund 400 Euro. Zwei Kollektionen plant Kahl, die selbst fast täglich Hut trägt, pro Jahr. Alle Hüte sind auf Wunsch modifizierbar und die Solinger Hutmacherin fertigt darüber hinaus auch Einzelstücke. Sie freut sich über mehr Mut zum Hut. "Besonders junge Leute entdecken Hüte wieder als praktische Kopfbedeckung und modisches Accessoire", hat die Hutexpertin festgestellt. Generell seien Frauen mutiger als Männer, wenn es um Hüte geht. "Wichtig ist mir, das Besondere mit dem Tragbaren zu verbinden", betont Bea Kahl. Für jeden Typ und jeden Geschmack ließe sich nach ausführlicher Fachberatung der richtige Hut finden.

Die Atelierinhaberin in spe kann sich gut vorstellen, schon bald auch mit anderen Modemachern zusammenzuarbeiten. "Es wäre toll, wenn sich in meinem Geschäft Kooperationen mit Designern von Accessoires ergeben würden", wünscht sie sich.

(pbm)
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