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Konzert "Rockcity is Electric": 60 Jahre Solinger Rock und Pop

Konzert im Solinger Theater und Konzerthaus : Große Show zu Ehren 60 Jahre Solinger Rock und Pop

„Rockcity is Electric – die Show“ feiert mehr als ein halbes Jahrhundert wegweisende lokale Musikgeschichte und unterstreicht einmal mehr: Solingen ist „Rock City No.1“.

Was vor gut eineinhalb Jahren mit einer ambitionierten Zeitungsreihe zur Solinger Rock- und Popgeschichte begann, zunächst als Talkrunde des Cow Clubs weitergeführt und schließlich zu einer bemerkenswerten Ausstellung im Haus der Jugend nebst sehenswertem Dokumentarfilm wurde, findet in einer großen multimedialen Unterhaltungsshow am Freitagabend im Pina-Bausch-Saal seine Krönung.

„Ohren auf und kräftig mitgewippt“, heißt es für das geneigte Publikum, wenn Radiolegende, Neue Deutsche Welle-Ikone und Wahl-Solinger Klaus Fiehe die Show „Rockcity is Electric“ moderieren wird. Mit den wilden Sechzigern geht es auf eine rasante Zeitreise durch sechs Jahrzehnte stromverstärkter Klingenstädter Klangkunst. Neben Gesprächsrunden und Interviews werden teils noch nie gezeigte historische Fotos und Filmaufnahmen gezeigt sowie interessante Reportagen, die sich auf Spurensuche nach den alten, legendären Spielstätten vom Bergischen Hof übers Metropol bis zum Getaway begeben. Roter Faden und zweifellos die Highlights des Abends werden aber die Live-Gigs – so bekannter wie berühmter lokaler Künstler ihrer jeweiligen Zeit – in chronologischer Reihenfolge sein.

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„Eigentlich war schon früh klar, das müssen wir auch auf die Bühne bringen“, erinnert sich Julian Müller, neben Jens Vetter und Jens Stuhldreier einer der drei Organisatoren und treibenden Kräfte hinter diesem Projekt.

 Hermann Daun 1968 live für “Promotion Soul Concern”
Hermann Daun 1968 live für “Promotion Soul Concern” Foto: Carl-Otto Schwarte

Es war die Ära des Vietnamkriegs und der Studentenrevolte, in der in Solingen „Lonestars“, „Mods“ und später auch „Promotion“ um die Gunst des Publikums buhlten. Mit „Shakin‘ All Over“ von Johnny Kidd & The Pirates startet Ex-„Mods“-Frontmann“ Coco Teuber die Solinger Hitparade. Gefolgt von einem nächsten Höhepunkt, der Reunion des Kerns von „Promotion“ aus Hermann Daun, Kalla Kuntze und Othmar Geisen, die seit weit mehr als 20 Jahren nicht mehr miteinander auf der Bühne gerockt haben.

Die 80er gelten gerne als verrückteste Zeit des letzten Jahrhunderts und S.Y.P.H. aus Solingen als prägend für den frühen deutschen Punk. So wird der Auftritt von Sänger Peter Braaz alias „Harry Rag“ ein weiterer Meilenstein werden. Gleichwohl dem von Sänger und Gitarrist Ralf „Mutz“ und Bassist Arnulf Schwarz „Schwarte“ von Phone Bone sowie Jens Stuhldreier mit dem „Jet Bumpers“-Hit „I Wanna Be Like Milhouse“.

Die Backingband featuring die jeweiligen Interpreten, sind Mutz an der Leadgitarre, Suzan Köcher an der Rhythmusgitarre, Janis Rosanka am Bass und Julian Müller am Schlagzeug. „Die Proben verliefen super und haben großen Spaß gemacht. Am Donnerstag gibt noch eine letzte Durchlaufprobe, und dann sind wir fit und freuen uns alle auf eine tolle Show vor vollem Haus“, so der sichtlich zufriedene und gut aufgelegte Trommler.

Alte Klassiker, längst vergessene und auch brandneue Titel sowie mutige Neuinterpretationen wird es zu hören geben. Singer & Songwriterin Leonora lässt sich mit „Accept“ ein. Lina Holzrichter von „Lyschko“ und Carsten Wagner von „Kontrolle“ holen das Solinger NDW-Duo „Trick17“ zurück ins verdiente Rampenlicht. So setzen auch die Newcomer starke Akzente im abwechslungsreichen Programm. Mit „Suzan Köcher’s Suprafon“ und den „Blackberries“ endet die Musikzeitreise zeitgenössisch zurück in der Gegenwart im Pina-Bausch-Saal.

Womöglich konnte die Solinger Rock- und Popszene sich im Windschatten von Düsseldorf und Köln so kraftvoll, reich und vielfältig entwickeln – unmöglich alle Facetten und Spielarten an nur einem Abend abzubilden.  Für mich als Musikfan ist das Programm schon sehr besonders und spannend. Außerdem wird es noch die eine oder andere spektakuläre Premiere und Überraschung geben“, verrät Julian Müller und macht neugierig auf das, was am Freitagabend im Solinger Stadttheater noch so zu Gehör gegeben wird.