1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen

Kontaktsperre in Solingen: Ordnungskräfte kontrollieren

Erste Platzverweise und Anzeigen : Ordnungskräfte kontrollieren Kontaktverbot

Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen werden von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht – und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert.

Die kleine Gruppe hatte sich an der Straße Ober der Mühle in Ohligs zum gemeinsamen Sport getroffen. Sechs Personen wurden dort von der Polizei angetroffen. Eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wurde fällig, Platzverweise wurden erteilt. Zumal sich die Angetroffenen uneinsichtig zeigten. Ebenso am Mühlenhof, als sich vor einem Kiosk vier Personen versammelt hatten, um gemeinsam etwas zu trinken. „Wir haben am Tag vielleicht mit drei, vier derartigen Fällen zu tun“, sagt ein Polizei-Sprecher. „Es hält sich bislang aber noch alles im Rahmen“.

Seit einigen Tagen sind Treffen von mehr als zwei Personen grundsätzlich verboten. Zudem soll ausreichend Abstand gehalten werden. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der Corona-Krise inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen werden von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert. „Wir führen Streifen durch, werden aber auch angerufen von Leuten, die Menschenansammlungen im öffentlichen Raum beobachten“, so der Polizei-Sprecher.

Immer wieder fallen hier insbesondere Jugendliche auf. „Es fehlt zum Teil die Einsicht für die derzeitige Situation. Manche geben an, von einem ,Kontaktverbot’ nichts zu wissen. Und manche Jugendliche reagieren mit Unverständnis“, so der Polizei-Sprecher

Zunächst werde an die Vernunft der Angetroffenen appelliert. Reicht das nicht aus, sind Platzverweise fällig, oder es werden Ordnungswidrigkeiten vorgelegt. Immerhin können so Bußgelder von 200 Euro und mehr fällig werden. Fürs Picknick im öffentlichen Raum sind es beispielsweise 250 Euro. „Die Situation ist für alle neu. Wir müssen uns aber darauf einstellen“, sagt der Polizei-Sprecher.

„Wir stehen im engen Austausch mit der Polizei und arbeiten zusammen“, sagt Sabine Rische von der städtischen Pressestelle mit Blick auf die Einsatzkräfte des Stadtdienstes Ordnung. Die Mitarbeiter seien überall in Solingen unterwegs – in Discountern beziehungsweise Supermärkten, auf Parkplätzen oder aber in den Parks sowie auf Plätzen und achten unter anderem darauf, dass die vorgegebenen Abstände eingehalten werden. In der Öffentlichkeit zu anderen Personen sind das mindestens 1,50 Meter.

Läuft etwas nicht wie es sein sollte, „wird im ersten Schritt zunächst an die Einsicht appelliert“, sagt Sabine Rische. Reicht das nicht aus, werde auf die vorhandenen Druckmittel und deren Umsetzung verwiesen. Sabine Rische: „Wir treffen insgesamt aber auf großes Verständnis.“