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Kondolenzbuch liegt aus: Solingen trauert um Uli Uibel

Kondolenzbuch liegt im Rathaus aus : Solingen trauert um Uli Uibel

Sie SPD lädt zum stillen Gedenken vor dem Rathaus ein. Indes ist eine Lösung für die Kommunalwahl gefunden, bei der der Alt-Oberbürgermeister im Wahlbezirk Burg/Höhscheid/Höhrath antreten sollte.

Am heutigen Samstag um 12 Uhr lädt die Solinger SPD zu einem stillen Gedenken vor dem Rathaus ein: Auf dem Walter-Scheel-Platz wollen nicht nur Sozialdemokraten, sondern auch Vertreter anderer Parteien den in der Nacht zu Donnerstag gestorbenen früheren Oberbürgermeister Ulrich Uibel ehren. Alle anderen Solingerinnen und Solinger sind ebenfalls willkommen. Sie können sich danach auch ins Kondolenzbuch eintragen.

Das taten am Freitagnachmittag bereits Thomas Kutschaty, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, und Remscheids ­Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Kutschaty, der im Rahmen seiner NRW-Sommertour eigentlich das Rasspe-Gelände und den Müngstener Brückenpark besuchen wollte, hat Uibel als „Vollblut-Politiker“ erlebt – „stets besonnen“ und der Zukunft zugewandt. „Sein Ruf ragte weit über Solingen hinaus.“

„Er redete nicht viel. Aber wenn er redete, hörten ihm alle zu“, betonte Burkhard Mast-Weisz. Ulrich Uibel, der nur 66 Jahre alt wurde, sei ein engagierter Kämpfer fürs Bergische Land gewesen, der auch privat hilfsbereit war – „ein feiner Kerl“ und „ein toller Nachbar“. „Er wird mir fehlen.“

„Wir werden erst in einiger Zeit wissen, was wir an ihm verloren haben“, unterstrich Oberbürgermeister Tim Kurzbach. „Es gibt viele in Solingen, die tief betroffen sind.“

Die SPD setzt ihren Kommunalwahlkampf bis Montag aus. Für den kommenden Donnerstag, 13. August, werden die rund 600 Mitglieder eingeladen, um abends im Walder Stadion über einen Nachfolger für Uibel abzustimmen. Der frühere OB bewarb sich im Stimmbezirk 46 (Solingen-Burg-Höhrath-Hästen) um einen Sitz im Stadtrat. In dem Wahlkreis soll es bereits einen möglichen Kandidaten geben.

Ohne die rasche Nachnominierung wäre ein Teil der Kommunalwahl am 13. September gefährdet. Mit einem Sonderamtsblatt sagte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter bereits die Wahl im Bezirk 46 ab, weil kein Ersatzbewerber für Uibel benannt ist. Deshalb muss es eine Nachwahl geben. Schafft die SPD es, bis 14. August einen neuen Kandidaten zu benennen, kann dieser noch am selben Tag in einer Sondersitzung des Wahlausschusses bestätigt werden – und „Nachwahl“ sowie reguläre Wahl können am selben Tag stattfinden.