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Kommentar: In der Solinger Politik sind Migranten unterrepräsentiert

Kommentar : In der Solinger Politik sind Migranten unterrepräsentiert

Nach dem Anschlag von Hanau ist auch in Solingen das Entsetzen groß.

Es gibt wahrscheinlich nur wenige Städte, in denen man besser als in Solingen nachempfinden kann, wie sich die Menschen in Hanau zurzeit fühlen. Bis heute wirft der Mordanschlag auf das Haus der Familie Genc, bei dem am 29. Mai 1993 fünf Menschen ums Leben kamen, einen dunklen Schatten auf die Klingenstadt. Seitdem ist viel geschehen, um zu einem guten Miteinander aller Menschen in der Stadt zu kommen.

Allerdings ist auch in Solingen des Jahres 2020 lange nicht alles optimal. So sind Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund zum Beispiel im Stadtrat bis heute unterrepräsentiert. Es bleibt also für die viel beschworene Stadtgesellschaft noch einiges zu tun. Einen Anfang könnten dabei die politischen Parteien in der Klingenstadt machen. Es liegt an ihnen, für die Wahlen im Herbst mehr Kandidaten aufzustellen, die ihre Wurzeln außerhalb Deutschlands haben. Wobei auch Letztgenannte gefordert sind. Sie müssen rein in die Parteien und Vereine, wenn sie mitgestalten wollen.

(or)