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Solingen: Kommentar: Durchlässigere Schulen

Solingen : Kommentar: Durchlässigere Schulen

Bei der Frage, wo das eigene Kind in der fünften Klasse unterrichtet wird, geht es für Eltern um mehr als um die Auswahl einer Schule: Es geht um eine handfeste Zukunftsentscheidung.

Das macht die Sache nicht leichter; im Gegenteil: Weil die höhere Schulform gesellschaftlich mit besseren Bildungschancen und konkreten Berufsperspektiven gleichgesetzt wird. Deshalb wollen Mütter und Väter den bestmöglichen Bildungsabschluss, um ihrem Kind alle Chancen zu eröffnen.

In der Erprobungsstufe der Klassen 5 und 6 ist ein Schulformwechsel so gut wie ausgeschlossen. Und wenn, dann passiert das auch später meist nur in eine Richtung: von oben nach unten. Wer es im Gymnasium nicht schafft, läuft Gefahr, bis zur Hauptschule durchgereicht zu werden. Gesamtschule, Gymnasium, Haupt- und Realschule müssen endlich ernsthafter miteinander an der Durchlässigkeit arbeiten: Damit der Wechsel von der einen zur anderen Schule leichter möglich wird und Eltern bei der Anmeldung nicht unter dem Druck stehen, eine Lebensentscheidung zu treffen.