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Kölker baut BHC und Volleys in Eigenregie eine Sporthalle

Solingen : Kölker baut BHC und Volleys in Eigenregie eine Sporthalle

Die Handballer des Bergischen HC liegen ihm am Herzen. Auch für die Bergischen Volleys und die Schachspieler der SG Solingen hegt er große Sympathien.

Überhaupt ist Michael Kölker einer der größten Sportförderer der Stadt, der sich und sein Geld an vielen Stellen einbringt. Sein neuestes Vorhaben stellt allerdings alles Bisherige in den Schatten. Der Geschäftsführer der Forst Technologie GmbH & Co. KG und Mitglied im BHC-Beirat will dem Verein eine Halle bauen.

"Ich bin fest entschlossen", sagt Kölker und berichtet von weit fortgeschrittenen Planungen. Auch erste Vorgespräche mit der Stadt hat es bereits gegeben. Einen Bauantrag hat er noch nicht gestellt. Vor allem, weil derzeit noch zwei mögliche Standorte in Höhscheid zur Diskussion stehen würden. Ein Grundstück soll sich bereits in seinem Besitz befinden, das andere müsste er noch erwerben.

Für eines der Grundstücke gab es Vorgespräche mit der Stadt, in denen laut Stadtdirektor Hartmut Hoferichter "grundlegende Dinge geklärt wurden". Ganz oben steht dabei für Kölker die Frage, ob auf dem ins Visier genommenen Grundstück in der Südstadt überhaupt eine Sporthalle gebaut werden könnte.

In diesem Punkt gibt es positive Signale. "Grundsätzlich ist ein Hallenbau dort denkbar und planungsrechtlich möglich", erklärt der Stadtdirektor auf Nachfrage. Zudem habe Kölker ihn davon in Kenntnis gesetzt, dass bald weitere Schritte folgen sollen. Dies könnte eine offizielle Bauvoranfrage sein, die nach den Vorgesprächen aber wohl nicht mehr erforderlich sei - oder direkt ein Bauantrag.

Die neue Halle soll dem BHC und den Volleys als Trainingsstätte sowie für Spiele ihrer Nachwuchsteams dienen. Als Alternative zur geplanten Sport- und Veranstaltungs-Arena am Piepersberg sei sie nicht gedacht. Dafür wäre sie nicht groß genug.

"Wir wollen nicht immer um zusätzliche Hallenzeiten betteln", begründet Kölker sein mit der Familie abgestimmtes finanzielles Engagement. Insbesondere zum Saisonende hin seien immer wieder zusätzliche Trainingseinheiten notwendig, um den sportlichen Erfolg der Handballer zum guten Abschluss zu bringen. Bei der Suche nach freien Hallenkapazitäten treten die BHC-Handballer dann aber in Konkurrenz zu den anderen Nutzern, darunter sind auch Schulen.

"Wunsch und Idee" sei es laut Kölker, dass Mitte dieses Jahres die Baugenehmigung für die neue Halle vorliegt. Zum Beginn der Saison 2019/20 könnte sie eingeweiht werden. Das sei allerdings nur machbar, so Kölker, "wenn alle an einem Strang ziehen". Dass ihm seitens der Stadt größere Steine in den Weg gelegt werden, glaubt er nicht. Schließlich würde es sich nach seinen Worten um eine Maßnahme handeln, "um den Solinger Sport zu unterstützen".

Vor allem in Hinblick auf den für diese Saison fest ins Auge gefassten und kaum noch zu nehmenden Wiederaufstieg des Bergischen HC in die Erste Liga ist der Hallenbau für Michael Kölker auch eine nachhaltige Investition für eine langfristige Zugehörigkeit zum Handball-Oberhaus.

(RP)