Klinikum-Mitarbeiter ziehen bei Protestmarsch vor Solinger Rathaus

Gesundheitswesen : Klinikum-Mitarbeiter ziehen bei Protestmarsch vor Rathaus

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zu der Demonstration aufgerufen. Angestellte fürchten Nachteile durch geplante Auslagerungen.

Rund 100 Beschäftigte des Städtischen Klinikums haben sich am Freitagnachmittag an einem Demozug vom Krankenhaus-Standort an der Gotenstraße in Gräfrath bis zum Rathaus in der Stadtmitte beteiligt, um so gegen die geplanten Auslagerungen von Abteilungen zu protestieren.

„Die Mitarbeiter fürchten, dass im Laufe der Zeit immer mehr Bereiche herausgelöst werden“, sagte Verdi-Sekretärin Ina Oberländer, deren Dienstleistungsgewerkschaft zu dem Protest aufgerufen hatte. Beispielsweise seien zuletzt die Bereiche Labor, Wäscherei sowie Pathologie ausgeschrieben worden. Und nun drohe, so Oberländer, bei der Aufsichtsratssitzung am Montag der nächste Schlag, wenn die Ausschreibung der Radiologie beschlossen werden könnte.

Dementsprechend war es das Ziel von Verdi, mit dem Marsch durch die Stadt den Unmut der Beschäftigten „auf die Straße zu bringen“. Vor dem Rathaus  sprachen bei einer Kundgebung verschiedene Mitarbeiter sowie Gewerkschaftssekretärin Oberländer. Zudem richtete auch Gesundheitsdezernent Jan Welzel (CDU) das Wort an die Klinikum-Angestellten.

Bei Verdi hofft man, dass es demnächst zu einem Gespräch zwischen der Gewerkschaft sowie der Stadtspitze um Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) kommt. Mittlerweile habe die Stadt prinzipiell Bereitschaft dazu signalisiert, teilte Verdi am Freitag mit. Nun gelte es einen Termin zu finden.

Parallel laufen aber auch Verhandlungen mit dem ebenfalls kommunalen Klinikum Leverkusen über eine Kooperation auf medizinischem Gebiet weiter. Das Klinikum Solignen schreibt seit Jahren rote Zahlen.

(or)