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Solingen: Kissel-Rapid soll Klingenbad ausbauen

Solingen : Kissel-Rapid soll Klingenbad ausbauen

Das Solinger Bauunternehmen Kissel-Rapid soll nach Informationen unserer Zeitung den Ausbau des Klingenbades mit Hubboden als Generalübernehmer realisieren. Der Stadtrat muss in seiner heutigen Sitzung im nicht-öffentlichen Teil dazu allerdings noch seine Zustimmung geben und den Zuschlag erteilen. Der Ausbau um ein 25-Meter-Becken inklusive Hubboden soll demnach rund 5,87 Millionen Euro kosten. Die Variante ohne Hubboden hätte mit zirka 5,7 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Insgesamt wird die Erweiterung des Klingenbades inklusive Planungs- und Erschließungskosten sowie Schadstoffsanierung und Mehrwertsteuer einen Betrag von rund 6,63 Millionen Euro verschlingen.

Drei weitere Anbieter sollen sich an der Ausschreibung, die Anfang November gestartet wurde, beteiligt haben. Deren Angebote lagen indes deutlich höher als das des klingenstädtischen Bauunternehmens. Zudem ziemlich nahe beieinander, und zwar bei 6,1 Millionen Euro beziehungsweise 6,3 Millionen Euro. Bis vor wenigen Tagen soll der Klingenbad-Ausbau angesichts noch höherer Angebote auf der Kippe gestanden haben, erfuhr unsere Zeitung.

Die Finanzierung des lange und heftig diskutierten Ausbaus des Sportbades um ein Becken für Schulen und Vereine erfolgt aus Mitteln des Konjunkturpaketes. 6,3 Millionen Euro waren hier im Vorfeld für dieses Projekt veranschlagt worden: 1,89 Millionen Euro aus dem Topf Bildungsinfrastruktur, 4,41 Millionen Euro fließen aus dem Projektbereich allgemeine Infrastruktur. Damit wird die Sportpauschale, die zunächst bei der Finanzierung mit eingeplant war, nicht benötigt.

Stadtkämmerer Ralf Weeke hatte in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses erklärt, dass der volle Vorsteuerabzug beim Bau eines Schwimmbades möglich erscheine. Zu 100 Prozent eventuell beim Becken, anteilmäßig für die Mischzone. Ob das geht, auch darüber will er heute die Ratspolitiker informieren.

(RP)