Solingen: Kissel-Rapid feilt jetzt am Sozialplan

Solingen: Kissel-Rapid feilt jetzt am Sozialplan

Nach den gescheiterten Gesprächen in der Einigungsstelle über einen Interessenausgleich für die Beschäftigten von Kissel-Rapid hoffen Kissel-Geschäftsführer Nicolas Spengler und Rechtsanwalt Dr. Norbert Zimmermann, bis Ende Juni einen Sozialplan mit dem Betriebsrat und dessen Rechtsvertretung gestalten zu können.

"Alle Baustellen wurden wie geplant Ende März abgeschlossen, einige Restarbeiten sind aber noch zu erledigen", erklärten Zimmermann und Spengler gestern vor dem Arbeitsgericht. Zudem, dass es ein Angebot gebe, um den Bauhof Felder Straße vermieten zu können.

Im Arbeitsgericht stand ein Kündigungsverfahren — weitere folgen nächste Woche — gegen einen langjährig erkrankten Mitarbeiter von Kissel-Rapid an. Den hatte das Unternehmen trotz Krankheit seit vier Jahren weiterbeschäftigt, Anfang Dezember 2011 mit Wirkung zum 30\. Juni 2012 jedoch betriebsbedingt wegen der Schließung des gewerblichen Baubereiches gekündigt. In einem Vergleich einigten sich die Parteien auf die Zahlung einer Abfindung von 2000 Euro, gleichzeitig bleibt diesem Beschäftigten die Möglichkeit, am Sozialplan teilzuhaben. Wie hoch die zu verteilende Summe für die Mitarbeiter über den Sozialplan ausfällt, steht noch nicht fest: "Wir können das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist", sagte Zimmermann. Zunächst müssten letzte Rechnungen gestellt werden. "Wir sammeln alle Forderungen ein und verteilen das Geld auf die Mitarbeiter, die einen Anspruch haben", betonte Zimmermann.

(RP/rl)