Solingen: Kino-Zukunft in 3-D

Solingen: Kino-Zukunft in 3-D

Sein zehnjähriges Bestehen feiert das Cinemaxx in den Clemens-Galerien im April. Meinolf Thies und Lutz Nennmann führen das Multiplex-Kino seit 2004 losgelöst vom Cinemaxx-Konzern und haben vor allem in neuen 3-D-Technik investiert.

Als Meinolf Thies und Lutz Nennmann am 1. April 2004 das Multiplex-Kino in den Clemens-Galerien in Eigenregie vom mächtigen Hamburger Cinemaxx-Konzern übernahmen, war ihnen schon ein wenig mulmig zumute. Doch zum zehnjährigen Bestehen des Hauses, der im April zusammen mit dem Geburtstag der Clemens-Galerien gefeiert wird, können sie optimistisch in die Zukunft blicken. Vor allem die Investition in die neue 3-D-Technik vor einem Jahr hat sich gelohnt. "Das war eine der besten Entscheidungen", sagt Meinolf Thies rückblickend, "in den ersten neun Monaten nach der Einführung haben wird 30 Prozent aller Karten für 3-D-Vorstellungen verkauft." So ist Meinolf Thies, der früher Organisationsleiter für den Cinemaxx-Konzern war, überzeugt, dass sich der Kinokomplex auch in den nächsten zehn Jahren behaupten wird, denn der Mietervertrag mit dem Clemens-Galerien läuft insgesamt 20 Jahre.

Zum geplanten Hofgarten hat Meinolf Thies nach eigenen Aussagen ein "ambivalentes Verhältnis". "Wenn er gut wird, bleiben die Solinger in Solingen und wir profitieren davon", sagt der Geschäftsführer. Es dürfe jedoch nicht dazu kommen, dass die Geschäfts von einem Zentrum ins andere wandern. Doch eins weiß er: Ein Kino kommt definitiv nicht in den Hofgarten.

Angefangen hat das Cinemaxx am 27. April 2000, in der Eröffnungswoche mit Filmen wie "Erin Brockovich und "American Beauty" kostete eine Kinokarte bis 19 Uhr sechs Mark. Die Einrichtung des Multiplex-Kinos, erinnert sich Meinolf Thies, war für den Konzern schon Routine, Solingen war schon das 30. Kino seiner Art. Seit Lutz Nennmann und Meinolf Thies, die ein weiteres Multiplex-Kino in Lünen betreiben, das Cinemaxx in Eigenregie führen, haben sie viel investiert, um konkurrenzfähig zu bleiben. Kaffeeklatsch, Ladys Night und WM-Übertragungen sind Publikumsmagneten. Einzig das Programmkino "Niveau Kineau" wurde eingestellt. "Das haben die Solinger selbst abgewählt", sagt Thies, "zwei Jahre haben wir durchgehalten, doch es rechnete sich nicht. Dass Solingen kein Pflaster für Programmkinos ist sieht Thies auch dadurch bestätigt, dass die VHS ihr Kino in der Cobra schließen will.

(RP)