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Kindesmissbrauch vor Gericht: Solinger drohen zehn Jahre Haft

Kindesmissbrauch vor Gericht : Solinger drohen bis zu zehn Jahre Haft

Als ihm der Haftbefehl verkündet wurde, machte der Familienvater gerade Urlaub auf einem FKK-Campingplatz in Rösrath. Nun muss sich der Solinger vor Gericht verantworten, die Anklage wirft ihm sexuellen Missbrauch von Kindern vor.

Der 39-Jährige soll seine zur Tatzeit zwölfjährige Tochter und seinen neun Jahre alten Sohn schwer sexuell missbraucht zu haben. Die ebenfalls beschuldigte Ehefrau war nach der Vernehmung entlassen worden, die Kinder kamen in die Obhut des Jugendamtes.

Zur Beweisaufnahme sind fünf Verhandlungstage festgesetzt, am 18. Februar soll das Urteil verkündet werden. Dem Angeklagten droht im Falle seiner Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Ins Visier der Ermittler war der Solinger durch ein kinderpornografisches Bild geraten. Zwar hatte man das darauf abgebildete Kind nicht identifizieren können, die Spuren hätten allerdings zu einer Adresse in Solingen geführt. Im Dezember 2019 war die Wohnung des Angeklagten durchsucht worden, dabei soll auch ein speziell ausgebildeter Datenträgerspürhund zum Einsatz gekommen sein. Auch der Campingplatz war akribisch untersucht worden, der von der örtlichen Feuerwehr dabei sogar ausgeleuchtet wurde. Sogar die Steinplatten des Campingstellplatzes waren angehoben worden – laut Anklage seien bei dem 39-Jährigen mehr als 500.000 kinderpornografische Fotos und Videos sichergestellt worden sein.

(mag)