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Solingen: Kinderfreundliche Kleingärtner

Solingen : Kinderfreundliche Kleingärtner

„Die Leute sollen sich in ihrer Parzelle wohl fühlen“, betont Peter Labendsch, Vorsitzender des Kleingartenvereins Dornsiepen. Aus diesem Grund war es ihm auch wichtig, hier einen Spielplatz einzurichten. „Wichtig ist, dass viel mehr Kinder in die Kleingärten hereinkommen“, sagt er. „Ohne Kinder gibt es auch für die Kleingärten keine Zukunft.“ Die Vorstandsmitglieder waren schnell überzeugt. Der Stadtverband der Kleingärtner stellte die finanziellen Mittel zur Verfügung, die Mitglieder des Vereins ihre Arbeitskraft. Auch die Wartung des Spielplatzes wird die Aufgabe der Kleingärtner sein.

„Wichtig ist unser Teamgeist“, freut sich Labendsch über die gute Zusammenarbeit. So entstand ein Kinderspielplatz mit Schaukel, Klettermöglichkeiten und einem Holzhäuschen, direkt am Bach gelegen. „Es ist ein Anfang, aber im Laufe der Zeit soll der Spielplatz noch erweitert werden“, verspricht Hans-Werner Webers, Vorsitzender des Stadtverbands der Kleingärten.

„Es kommen auch viele Kinder, die am Bach auf Entdeckung gehen“, so Labendsch. „Es ist schön zu sehen, wie wohl sich die Kinder in der Natur fühlen.“ Dass der Verein Dornsiepen kinderlieb sei, beweise der Spielplatz. „Bisher gibt es nur zwei Spielplätze in den Kleingartenanlagen Solingens“, erklärt Webers. Nun bestehe die Hoffnung, dass durch das gute Beispiel von Dornsiepen auch die Vorstände anderer Vereine tätig werden.

33 Vereine

„Wir haben erstmalig die Vorsitzenden und ihre Partner aller 33 Solinger Vereine zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen“, so Hans-Werner Webers. „Wir erhoffen uns, dass sich die Vorsitzenden besser kennen lernen und dass erfolgreiche Gespräche geführt werden.“ 87 Mitglieder hat der Kleingartenverein Dornsiepen. Die Nachfrage sehe gut aus, sagt der Vorsitzende. „Wenn eine Parzelle frei wird, ist immer schon ein Nachfolger da.“ Hans-Werner Webers erklärt das mit der zurückgehenden Zahlungskraft der Bürger. „Viele junge Familien können nicht mehr so oft verreisen.“ So würden sie lieber ihren Urlaub in einem eigenen Kleingarten verbringen.

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„Wir sind ein liberaler und weltoffener Verein“, sagt Peter Labendsch. „Das macht viel aus.“ Die Leute wollten nicht gegängelt werden. Aus diesem Grund habe der Vorstand auch kaum Vorschriften gemacht, die die Freiheiten der Kleingärtner einschränken würden. Die Gärten seien in die Natur eingebunden, so Labendsch. „Deshalb sieht es in der Anlage Dornsiepen auch so lebendig aus.“

(RP)