Bezirk Ohligs/Aufderhöhe: Keine Wettbüros im Ohligser Osten

Bezirk Ohligs/Aufderhöhe : Keine Wettbüros im Ohligser Osten

Die Bezirksvertretung stimmte geschlossen für Änderung des Bebauungsplans für das Gebiet östlich des Hauptbahnhofs.

Für viele Ohligser ist die Gegend ein Schandfleck: Der dunkle Ostausgang des Hauptbahnhofs an der Ecke Steinstraße/Sauerbreystraße wirkt wenig einladend und ist bereits vor Jahren ins Visier der Stadtplaner gerückt. Die wollen nicht nur die Rückseite des Bahnhofs verschönern, sondern das gesamte Viertel zwischen Suppenheider-, Sauerbrey- und Hochstraße aufwerten. Auch die Nutzung einiger Immobilien ist der Verwaltung ein Dorn im Auge: Um künftig weder Spielhallen, noch Wettbüros oder vergleichbare "Vergnügungsstätten" im Gebiet östlich des Hauptbahnhofs zuzulassen, verfasste die Stadt die Vorlage zur 1.

Änderung des Bebauungsplans. Darin ist von "negativen städtebaulichen Wirkungen" dieser Einrichtungen die Rede. Die stünden dem Ziel, in dem Gebiet ein Dienstleistungszentrum mit hochwertigen Arbeitsplätzen zu etablieren und das Bahnhofsumfeld aufzuwerten entgegen, heißt es im Entwurf. Vor allem die befürchtete Lärmbelästigung und eine ungünstige Veränderung des Mietpreisgefüges wollen die Stadtplaner verhindern.

Ohne Gegenstimme und mit nur einer Enthaltung votierte die Bezirksvertretung Ohligs/Merscheid/Aufderhöhe in ihrer Sitzung am Dienstag in einem Konferenzraum der Ohligser Festhalle für die Vorlage. Im ersten Bebauungsplan aus dem Jahr 2006 war bereits die Ansiedlung von Spielhallen ausgeschlossen worden. Die zunehmende Ausbreitung von Wettbüros veranlasste die Stadt nun, das Planungsrecht weiter zu verschärfen.

Das Tanzlokal, das seit vielen Jahren an der Ecke Hochstraße/Hansastraße liegt, ist von der Neuregelung wohl nicht betroffen. In einer Woche befasst sich der Planungsausschuss mit der Vorlage, am 13. Februar stimmt der Rat darüber ab. Komplette Zustimmung der Stadtteilpolitiker erfuhr am Montag die Bauleitplanung an der Forststraße: Auf der ehemals gewerblich genutzten Fläche in Nachbarschaft der Grundschule Südstraße sollen fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 35 Wohneinheiten entstehen.

Zusätzlich zu einer Tiefgarage will der Investor 13 Parkplätze an der Forststraße schaffen. Das Gelände ist in Privatbesitz. In Richtung des Schulhofs bleibt eine Grünfläche erhalten. "Dort wird ein attraktives innerstädtisches Wohngebiet entstehen", freute sich Bezirksvertreter Klaus Blasberg (SPD). Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) sprach von einer "Aufwertung des Standorts." Mit dem Beschluss sei der Weg frei für eine öffentliche Auslegung der Pläne.

(ied)
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