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Solingen: Kein Raum für die Schulklasse

Solingen : Kein Raum für die Schulklasse

Bei Spitzmäusen hellhörig

„Das ist ein unbeschreibliches Hin und Her.“ Herbert Fahrenkrog ärgert sich über das akute Raumproblem an der Wilhelm-Hartschen-Schule. Sein zweitjüngster Sohn ist behindert und geht dort zum Unterricht. Der Vater traut den Ortspolitikern beziehungsweise der Schulverwaltung offenbar nicht mehr zu, bis zum Ende der Sommerferien eine Lösung zu finden. Jetzt hat er NRW-Schulministerin Barbara Sommer und Bundes-Familienministerin Ursula von der Leyen um Unterstützung gebeten.

„Kein Kind kommt auf die Kegelbahn.“ Udo Depping, Leiter des Stadtdienstes Schulen, nahm bereits vor einer Woche gegenüber unserer Zeitung Eltern die Befürchtung, dass eine provisorische Notklasse an ungeeigneter Stelle untergebracht werden könnte. Nach seinen Worten werden verschiedene Alternativen geprüft. Dazu gehört auch die Überlegung, eine Klasse der Wilhelm-Hartschen-Schule vorübergehend in die Nachbarschaft auszulagern.

Kommentar

Bericht Seite C 3

Spitzmäuse sind Tierchen, die unerkannt bleiben wollen. Eltern der Wilhelm-Hartschen-Schüler sind aber sogleich hellhörig geworden – bei ersten Überlegungen, den alten, ausrangierten Mäusepavillon wieder zum Klassenzimmer zu machen. Gut so! Nicht zuletzt ist es dem energischen Protest der Eltern zu verdanken, dass das Unterrichtsgedankenspiel mit dem Pavillon nun vom Tisch ist. Das Klassenraumproblem ist damit aber geblieben. Es gilt, eine Lösung für die akute Notlage nach den Sommerferien zu finden und ein tragfähiges Handlungskonzept für die Zukunft zu entwickeln, das allen Beteiligten Sicherheit gibt. Dies muss endlich gelingen, sonst kommt die Schule nicht zur Ruhe.

(RP)