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Solingen: Kein neuer Bahnhof für Landwehr/Wiescheid

Solingen : Kein neuer Bahnhof für Landwehr/Wiescheid

Die bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) begrüßt die Möglichkeit, wonach in den kommenden Jahren eine Reihe neuer Bahnstationen in der Region entstehen könnten.

"Dem Ausbau des Personennahverkehrs auf der Schiene kommt eine große Bedeutung bei der weiteren Entwicklung des Wirtschaftsstandortes zu", sagte gestern Thomas Wängler, Leiter des IHK-Bereichs Standortpolitik und Verkehr, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gemeinsam mit Vertretern der Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal war die Industrie- und Handelskammer am Freitag einer Einladung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zum Hauptsitz des VRR nach Gelsenkirchen gefolgt, wo der Verkehrsverbund das erste Mal über eine neue Machbarkeitsstudie zu zusätzlichen Bahnhöfen informierte. Dabei wurde klar, dass auf der gesamten Strecke der S-Bahn S 7, wie berichtet, aus Experten-Sicht insgesamt zwei neue Haltepunkte denkbar erscheinen - darunter auf Solinger Stadtgebiet im Bereich Schmalzgrube sowie in Meigen.

Im Landwehr/Wiescheid an der Strecke Solingen-Köln der Regionalbahn 48 wird es hingegen keinen weiteren Bahnhof geben. "Die Studie hat ergeben, dass eine Station in diesem Bereich nicht machbar ist", sagte eine Sprecherin des VRR. Auf Anfrage betonte sie zudem, nicht nur im Bergischen, sondern in anderen Regionen von NRW sei das Interesse an zusätzlichen Haltepunkten ebenfalls groß.

Tatsächlich war Solingen - wie viele weitere Kommunen - im vergangenen Jahr aktiv geworden und hatte die potenziellen Haltepunkte Schmalzgrube, Meigen sowie Landwehr in den ÖPNV-Plan des Landes aufnehmen lassen. In Frühjahr 2017 hatten die Stationen dann überdies Eingang in den Nahverkehrsplan des VRR gefunden.

Wobei sich die Planungen bislang lediglich in einem Anfangsstadium befinden. Inwieweit in den Bereichen Schmalzgrube und Meigen später einmal S-Bahn-Halte bekommen, steht noch nicht fest. Für die IHK besitzen Projekte wie diese aber hohe Priorität. "Gute Bahnverbindungen sind genauso wichtig wie ein besserer A 3-Anschluss", unterstrich Thomas Wängler.

(or)