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Solingen: Kein Harry holt bei der Polizei den Wagen

Solingen : Kein Harry holt bei der Polizei den Wagen

"Harry, hol schon mal den Wagen" – der Satz, der im Derrick-Krimi angeblich nie fiel, hat Kultstatus erlangt und den Nebendarsteller Fritz Wepper fast so berühmt werden lassen wie Horst Tappert als Kommissar. Für die Kripobeamten in Nordrhein-Westfalen wird es künftig womöglich schwieriger, einer solchen Aufforderung des Chefermittlers nachzukommen – denn eine vom Innenministerium eingesetzte Projektgruppe will landesweit 1000 zivile Dienstwagen einsparen.

Doch wer an Derrick denkt, der immer seinen persönlich zugeteilten 5er BMW fuhr oder an den Kölner Tatort-Kommissar Freddy Schenk, der beschlagnahmte Straßenkreuzer herumkutschiert, ist ohnehin schief gewickelt. Die Realität ist anders, zumindest bei der Kreispolizeibörde Wuppertal, zu der auch Solingen gehört.

Dort gibt es nämlich, wie Polizeisprecher Alexander Kresta klarstellt, keine den Ermittlern persönlich zugeteilten Dienstautos, sondern Fahrzeug-Pools. Das bedeutet, wer gerade für Einsatzzwecke ein Auto braucht, holt sich eins beim Fahrzeugdienst – und selbstverständlich kein fremdes beschlagnahmtes Gefährt, wie Freddy Schenk. "Bei den Fahrzeugen sind wir breit aufgestellt", sagt Kresta. Über 395 Polizeifahrzeuge verfügt die Kreisbehörde insgesamt. "Das reicht vom Motorroller bis zum Wasserwerfer", sagt Kresta. 57 davon sind herkömmliche Streifenwagen, 62 Zivilfahrzeuge. Das Spektrum der Typen und Einsatzverwendungen ist breit und reicht vom Sonderfahrzeugen der Spurensicherung und Brandermittler bis hin zum Transportbus der Einsatzhundertschaft.

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Ob sich da was einsparen lässt, dazu will sich Kresta lieber nicht äußern. Seinen Wagen holt sich übrigens der Pressesprecher selbst beim Fahrzeugdienst ab. Einen Harry hat die Pressestelle nämlich nicht.

(RP)