Solingen Katholiken gestalten Gemeindeleben mit

Solingen · Die Katholiken sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Auch Gemeindemitglieder der Pfarreiengemeinschaft Solingen-West wählen an diesem Wochenende ihren neuen Pfarrgemeinderat.

Heute sowie morgen, Sonntag, wählen die wahlberechtigten Gemeindemitglieder der vier Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Solingen-West ihren neuen Pfarrgemeinderat. "Wir haben in den letzten Wochen viel Werbung für diese Wahl gemacht, denn der Pfarrgemeinderat hat die bedeutende Aufgabe, bei wichtigen weltlichen Fragen, die das Gemeindeleben betreffen, beratend oder auch beschließend mitzuwirken", erklärt Prälat Heinz-Manfred Jansen, leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft.

14 Frauen und Männer haben sich als Kandidaten aufstellen lassen. Zwölf von ihnen werden gewählt. Hinzu kommen sechs weitere Mitglieder, die den Pfarrgemeinderat komplettieren. Fünf von ihnen sind Seelsorger. Hinzu kommt ein berufenes Mitglied. Beim der letzten Wahl kam dies aus der italienisch sprechenden Gemeinde. Wählen darf, wer über 16 Jahre alt ist und seit mindestens einem Jahr in Solingen lebt. Sogar die Briefwahl wird angeboten.

"Leider ist die Wahlbeteiligung recht gering", bedauert Heinz-Manfred Jansen. "In der Regel wählen nur diejenigen, die auch sonst regelmäßig die Gottesdienste besuchen", hat er festgestellt. Gewählt werde meist, wer den Wählern persönlich bekannt sei. Dabei sei es wichtig, sich aktiv an der Wahl zu beteiligen: "Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates entscheiden im Namen der Gemeindemitglieder über vielfältige Themen des Gemeindelebens."

Jansen freut sich darüber, dass diesmal die Altersspanne der Kandidaten, die für vier Jahre den Pfarrgemeinderat stellen wollen, vergleichsweise groß ist. Sie reicht von Mitte 20 bis Mitte 60. "Das ist wichtig, denn wir wünschen uns, möglichst die Interessen aller Gemeindemitglieder unserer großen Pfarreiengemeinschaft Solingen-West abdecken zu können." Die Entscheidung, sich an der Wahl zu beteiligen sei also ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Pfarreiengemeinschaft. So sieht es auch Stephan Baur. Er kandidiert zum zweiten Mal für den Pfarrgemeinderat. "Ich lebe seit 17 Jahren in Solingen und möchte mich aktiv am Gemeindeleben beteiligen", erklärt der 47-jährige Theologe, der hauptberuflich als stellvertretender Chefredakteur des Domradios tätig ist, seine Entscheidung für das Ehrenamt. "Pastor Jansen hatte mich zuvor schon öfter angesprochen, ob ich nicht kandidieren möchte", erzählt Baur.

Doch erst, als die vier Gemeinden zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengeführt wurden, entschloss er sich zur Kandidatur. "Wir sind stolz auf unser Zusammenwachsen, und ich möchte auch weiterhin ein Teil dieses wunderbaren Gemeinschaftslebens sein." Zwar sei Kirche stets im Wandel und diese Veränderungen verunsicherten die Menschen oft, "aber wir Gläubigen können entscheidend dazu beitragen, diesen Wandel positiv mitzugestalten".

(RP)
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