Solingen: Kandidatur von Molinari sollte verhindert werden

Solingen : Kandidatur von Molinari sollte verhindert werden

Im Kreis der großen Familie der Solinger Christdemokraten gärt es gewaltig: Nach dem Ärger mit der Jungen Union, deren Mitglieder sich bei der jüngsten Wahl zum neuen Parteivorstand übervorteilt gefühlt hatten, grummelt es nun heftig in der CDU-Mittelstandsvereinigung Bezirk Bergisches Land (MIT).

Hier ist der Auslöser Nicole Molinari, die für die CDU auch im Stadtrat sitzt — allerdings bei Partei und Fraktion zuletzt eher in Ungnade gefallen war.

Der MIT-Kreisvorsitzende Norbert Jordan erhob gestern per Pressemitteilung den Vorwurf, dass im Vorfeld der Landestagung der MIT NRW, die vergangenen Samstag tagte, durch Formfehler bei der Einladung zur vorherigen Delegiertenwahl versucht worden sein soll, die Kandidatur von Nicole Molinari für den Landesvorstand zu verhindern.

Die daraufhin durchgeführte Wahl habe er angefochten, berichtete Jordan, der darauf hinwies, dass die Entscheidung vom Parteigericht noch ausstehe: "Gleichwohl habe ich mein Recht als Kreisvorsitzender genutzt und Frau Molinari direkt für einen Beisitzerposten vorgeschlagen." Mit dem achtbesten Ergebnis von 24 Kandidaten sei sie gewählt worden. In diesem Zusammenhang prangerte Jordan an — ohne dabei die CDU explizit zu erwähnen —, dass es derzeit gang und gäbe sei, nur so viele Kandidaten, wie Pöstchen da seien, aufzustellen. Der Wettbewerb der besten Köpfe, Konzepte und Ideen verkäme zu einem schlechten Rollenspiel. Dieses hatte auch der nach einem Formfehler doch noch in den Kreisparteivorstand gerutschte JU-Vertreter Nick Klinkau bemängelt.

(RP/rl)
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