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Solingen: Kampagne nicht zu Lasten der Region

Solingen : Kampagne nicht zu Lasten der Region

Die neue Shopping-Kampagne der Stadt und des Düsseldorfer Einzelhandels, die in 14 Städten in der Region die Einkaufsmetropole Düsseldorf bewerben soll (wir berichteten gestern), soll mitnichten Kaufkraft aus dem Umland abziehen.

"Sie zielt nicht auf denjenigen, der am Samstagnachmittag in der Remscheider Innenstadt einkauft", sagt Waltraud Loose, Geschäftsführerin des RheinischenEinzelhandels- und Dienstleistungsverbands (REHDV).

Vielmehr sollten diejenigen Kunden aus der Region, die Düsseldorf etwa an Köln oder Roermond verloren habe, zurückgewonnen werden. Die Kampagne soll in erster Linie das Weihnachtsgeschäft ankurbeln. "Wenn es uns so gut ginge wie vor einem Jahr, hätten wir sie nicht auflegen müssen", sagt Loose. Düsseldorf genieße als Oberzentrum eine besondere Rolle, dies dürfe und werde jedoch nicht auf Kosten anderer Städte gehen, die zum selben Verband gehören: "Das wäre Selbstzerfleischung." Speziell im Einzelhandel des Bergischen Lands hatte sich nach dem Bekanntwerden der Werbe-Aktion Unmut geregt, da man nicht eingeweiht gewesen sei.

Loose: "Solche Kampagnen sind weder neu noch ungewöhnlich. Essen wirbt für seine Lichtwochen auch in Düsseldorf." Dies sei ein ebenso saisonales Ereignis wie die Vorweihnachtszeit. Eva-Maria Illigen-Günther von der Stadttochter DMT, die die Kampagne entwarf, hat unterdessen die Auswahl der Motive verteidigt. "Sie sind auf die Zielgruppen zugeschnitten, die der Handel erreichen will. Wir müssen mit den Pfunden Kö und Modestadt doch wuchern."

(RP)