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Solingen: Jugend-Sinfonie-Orchester für alle offen

Solingen : Jugend-Sinfonie-Orchester für alle offen

„Vier erste Geigen, vier zweite Geigen, eine Bratsche, zwei Trompeten, zwei Pauken“, beginnt Ulrich Eick-Kerssenbrock zu zählen. Es ist das erste Probentreffen des neuen Jugend-Sinfonie-Orchesters Solingens, und für den Leiter ist der Moment gekommen, sich einen Überblick über die anwesenden jungen Musiker zu verschaffen. „Es ist für mich eine große Überraschung, wie viele kommen und mit welchen Instrumenten“, erklärt der Dirigent. Eine verbindliche Anmeldung hat es nicht gegeben, nur Werbung in den Fachbereichen der Musikschule. „Das holen wir nach, wenn sich alles ein wenig gefestigt hat.“ Auf etwa 20 Jugendliche kommt Eick-Kerssenbrock schließlich: „Damit bin ich für den Anfang schon mal ganz zufrieden.“ Wenn er es sich wünschen könnte, hätte er gerne fünf Mal so viele Musiker in seinem Orchester. Wichtig sei jedoch zunächst, dass Cellisten, Oboisten, Fagottisten, Hornisten, Bratschisten und Kontrabässe hinzukämen, die fehlten bei der ersten Probe fast komplett.

Aber auch von den Geigen brauche er noch viel mehr. Mit den beiden Paukenspielern Sebastian Dibbert und Clarissa Hameister war ein außergewöhnlicheres Instrument vertreten. Der 15-Jährige Sebastian erzählt, dass er schon über etwas Orchestererfahrung verfüge. Im BSE (Bratschen-Schlagzeug-Ensemble) der Musikschule hat er bisher gespielt. „Mich hat es einfach interessiert, auch beim Jugend-Sinfonie-Orchester mitzumachen.“ Er hofft, weitere Erfahrungen zu sammeln, denn später würde er gerne professionell in einem Orchester engagiert zu sein. Auch die Geschwister Martin und Christina Röder haben auf den bereitgestellten Stühlen, nach Einweisung des Leiters, Platz genommen. Erwartungsvoll stimmen sie ihre Geigen. Beide haben schon mit vier Jahren angefangen. „Das ist die einzige Bedingung, die ich habe: Es sollen keine Anfänger sein, sondern Jugendliche, die ein Instrument schon gut beherrschen“, so der 40-Jährige. Es können sich auch gerne Musiker zwischen 13 und 25 Jahren melden, die nicht in der Musikschule sind. „Das Jugend-Sinfonie-Orchester ist für alle offen.“ Ulrich Eick-Kerssenbrock hat viele Pläne für die Neugegründeten: Konzerte in Solingens Partnerstädten, Orchesterfreizeiten, Auftritte in der Musikschule, gemeinsame Parties. „Die Gemeinschaft ist wichtig“, sagt er.

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Die erste Probe beginnt mit dem Menuett aus Schuberts fünfter Sinfonie. „Ein leichtes Stück zum Anfang.“ Zunächst sind die Töne noch nicht harmonisch, später klappt es besser. „In den nächsten Wochen und Monaten müssen wir das langsam zusammen hinkriegen“, sagt er zu seinen Musikern. Mit dem Stimmen haben sie wie ein Profiorchester begonnen: zuerst die Bläser. Und das Ziel ist es, in Zukunft auch wie kleines Profiorchester zusammen zu spielen. „Für heute war es gut. Sortiert und konzentriert“, urteilt der Experte.

Zweite Probe Heute, 18 Uhr, Saal der Musikschule, Flurstraße 18. Anmeldung und Info: Musikschule, Telefon 290 27 43 oder 290 27 42.

(RP)