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Solingen: Islamisches Zentrum startet Spendenaufruf

Solingen : Islamisches Zentrum startet Spendenaufruf

Zunächst sah es so aus, als sei die kleine Moscheegemeinde des Deutsch-Islamischen Zentrums an der Konrad-Adenauer-Straße ausgeflogen, denn das Schild in der Einfahrt zu der Hinterhofgemeinde, in der auch die beiden in London inhaftierten Solinger Robert B. und Christian David E. verkehrten, wurde vor einige Wochen entfernt.

Doch das Gemeindeleben findet nach wie vor statt. Im Internet wird sogar ein Aufruf mit der Bitte um Spenden zur Renovierung des Zentrums gestartet. "Wir gehen davon aus, dass den Betreibern der Medienrummel nach der Verhaftung der mutmaßlichen Islamisten zu viel geworden war", sagt Polizeisprecher Alexander Kresta. Der Polizei liegen keine Erkenntnisse vor, dass die Gemeinde sich aus Solingen zurückzieht.

Dazu passt auch die Bitte um Spenden im Internet. Die Moschee sei der Ort, um Allah näher zu kommen, heißt es da und weiter: "Doch wie ist die Lage dieses gesegneten Ortes, wenn es dort weder vernünftige Fenster noch einen richtigen Teppich oder eine richtige Tafel gibt?"

Es müssen viele Dinge renoviert werden, schreibt die Gemeinde Masjid ar-Rahmah in ihrem Spendenaufruf wie zum Beispiel Fliesen und Rohrleitungen. Doch die Gemeinde macht sich derzeit nach dieser Videobotschaft nicht nur Gedanken darüber, wie sie die Renovierung finanziert. Sie will auch in der Moschee, in der Christian David E. zuletzt seinen Wohnsitz gemeldet hatte, ihr Gemeindeleben aktivieren.

Gedacht ist an regelmäßige Vorträge, Unterricht, Arabischkurse und Seminare für Kinder. Doch auch hierfür werden finanzielle Mittel benötigt, schreibt die Gemeinde in ihrem Aufruf. "Wir, die Brüder aus der Masjid Rahmah, wollen das Gebäude, das uns Allah zur Verfügung gestellt hat, renovieren, um damit einen Standpunkt in Solingen und Umgebung zu bekommen, der unter Muslimen bekannt ist."

(RP)