Innenstadt von Solingen: Investor baut Wohnhaus am Birkerbad

Innenstadt von Solingen : Investor baut Wohnhaus am Birkerbad

Das Gebäude mit insgesamt 39 Wohneinheiten ist auf dem Parkplatz neben dem alten Solinger Hallenbad geplant und soll auch architektonisch eine Aufwertung für den südlichen Rand der Innenstadt mit sich bringen.

Das Grundstück gehört ohne jeden Zweifel zu den sogenannten Filetstücken in der Solinger Innenstadt. Und geht es nach den Verantwortlichen, soll die Zeit, in der einzig und allein Autofahrer von der Fläche profitierten, demnächst ein Ende haben. Denn schon im kommenden Jahr könnte auf dem Parkplatz direkt neben dem Birkerbad am Südrand der Innenstadt ein neues Wohnhaus mit insgesamt 39 Wohnungen das Stadtbild entschieden verändern.

Das bestätigte jetzt der zuständige Projektentwickler Eduard Meßmer auf Anfrage unserer Redaktion. "Wir planen in der Tat, ein Wohngebäude mit einer Gesamtwohnfläche von rund 3570 Quadratmetern zu errichten", sagte Meßmer, der mit seiner Firma zuvor schon die Wiederbelebung des seit 2011 leer stehenden Birkerbades maßgeblich angestoßen hatte. So ist geplant, in der einstigen Badeanstalt der Stadt Solingen - ebenfalls 2019 - einen modernen Bio-Supermarkt zu eröffnen.

Das Wohnhaus selbst, für dessen Errichtung bei den entsprechenden Stellen der Stadtverwaltung mittlerweile eine Bauvoranfrage eingegangen ist, soll dabei durchaus gehobenen Ansprüchen genügen und auch architektonisch eine Aufwertung der südlichen Innenstadt mit sich bringen. Beispielsweise existieren Überlegungen, das Gebäude in Terrassenform zu konzipieren, um allen späteren Bewohnern einen unverstellten Blick auf den nahe gelegenen Park am Birkenweiher zu gewährleisten.

"Sämtliche Wohnungen des Hauses werden mit Balkonen beziehungsweise mit Terrassen ausgestattet werden", unterstrich Eduard Meßmer, der sich gleichzeitig bemüht zeigte, eventuelle Vorbehalte gegen das Vorhaben bereits im Vorfeld zu zerstreuen. "Der Park wird nicht beeinträchtigt ", sagte der Projektentwickler und reagierte so auf kritische Stimmen, die zuletzt in Kreisen der Solinger Lokalpolitik laut geworden waren. Zwar sei es denkbar, den Spielplatz von seinem heutigen Standort zu verlegen, so Meßmer. Die Grünfläche als solche bleibe indes in ihrer bekannten Form erhalten.

Tatsächlich soll das neue Gebäude, das keine geförderten Wohnungen haben wird. über die Brühler Straße erschlossen werden - wobei Eduard Meßmer, wie schon beim Birkerbad, nicht selbst als Bauherr auftreten wird.

"Wir sorgen für die Marktfähigkeit des jeweiligen Projekts", sagte Meßmer. Umgesetzt werde es danach - inklusive 35 Stellplätzen für Autos in einer hauseigenen Tiefgarage sowie 16 Carports - von einem Investor, umriss der Projektentwickler nun noch einmal sein bewährtes Geschäftsmodell.

Ein Modell wohlgemerkt, dass Eduard Meßmer zudem noch bei einer anderen Solinger Liegenschaft zum Erfolg machen will. So hat der Immobilien-Fachmann nämlich nicht nur das alte Hallenbad in der Innenstadt, sondern auch das einstige Hallenbad Ohligs an der Sauerbreystraße unter seine Fittiche genommen. Und dort rechnet Meßmer, der mit seiner Firma in Erftstadt bei Köln zuhause ist, demnächst ebenfalls mit einem Durchbruch.

"In einigen wenigen Wochen dürfte es so weit sein - und wir werden ein Konzept präsentieren", kündigte der Projektentwickler dementsprechend jetzt an. Allerdings haben die genauen Prüfungen der zurückliegenden Monate ergeben, dass entgegen der ursprünglichen Planungen im Osten von Ohligs doch kein neuer Supermarkt möglich sein wird.

Vielmehr soll der Schwerpunkt an der Sauerbreystraße ganz eindeutig auf dem Bereich Wohnen liegen. Im Gegensatz zur Stadtmitte aber nicht in einem Neubau, sondern innerhalb der vorhandenen historischen Bausubstanz der alten Ohligser Badeanstalt aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

(or)