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Solingen: Internetcafé: Guter Start in Bibliothek

Solingen : Internetcafé: Guter Start in Bibliothek

In neuer und noch zentralerer Lage öffnete jetzt das Internetcafé in der Stadtbibliothek. Trotz neuer Umgebung ist das Konzept, Internetzugang und Einstiegshilfen zum Arbeitsmarkt anzubieten, das gleiche geblieben.

Die erste Woche am neuen Standort in der Stadtbibliothek neigt sich für das Internetcafé am morgigen Samstag dem Ende zu. Projektleiter Carsten Ophoff und Sylvia Heinrich-Reinshagen zeigen sich zufrieden angesichts der ersten Tage nach der Wiedereröffnung in der Stadtbibliothek. "Gleich am ersten Tag war das Internetcafé schon sehr gut besucht", sagt die Leiterin der Stadtbibliothek bei der gestrigen Pressekonferenz. Auch die Stammgäste der Bücherei hätten den neuen Bereich direkt angenommen und die Computer genutzt. "Vor allem das neue Gastronomieangebot kommt bei Bücherei- und Internetcafé-Besuchern sehr gut an und sorgt für Gemütlichkeit", berichtet Heinrich-Reinshagen.

Unter vorheriger Leitung der Bergischen Volkshochschule, die den Bereich Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zum Ende vergangenen Jahres aufgegeben hat, musste das Internetcafé seinen alten Standort am Eiland schließen. Am neuen Standort in der Stadtbibliothek führt jetzt das Solinger Jobcenter das Internetcafé weiter.

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Vor der großen Fensterfront mit Blick auf die Mummstraße bieten 14 neue Computer einen Arbeitsplatz und Internetzugang und ergänzen die acht PC-Plätze im oberen Bereich der Stadtbibliothek. 15 Integrationsjobs, drei weniger als am alten Standort, stellt das Internetcafé zur Verfügung. Fünf Mitarbeiter pro Schicht stehen den Besuchern für Fragen rund um die Internet- und EDV-Nutzung zur Verfügung und betreuen den Gastronomiebereich. Auch im Umgang mit Handys und Smartphones sind die Mitarbeiter geschult und unterstützen die Kunden bei Problemen oder Nachfragen.

"Wir wollen vor allem für die unter 25-Jährigen eine Anlaufstelle sein, die hier ihre Bewerbungen schreiben oder fertigstellen können", erklärt Projektleiter Ophoff. Internetcafés gebe es auf der ganzen Welt, sagt Dezernent Robert Krumbein. Er betonte dabei jedoch: "Der Ansatz des Solinger Internetcafés, Internetzugang mit der Chance, Menschen in Arbeit zu bringen, zu verknüpfen ist eine Besonderheit." Darum bemühe sich das Internetcafé in zweierlei Weise, durch die Hilfestellung bei Bewerbungsschreiben und das Angebot der Integrationsjobs.

Sylvia Heinrich-Reinshagen ist zuversichtlich, dass Bibliothek und Internetcafé gut zusammenpassen: "Das Interesse unserer Kunden an dem neuen Bereich ist groß." Trotz erfolgreichem Start am neuen Standort, letzte Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden, wie die Bibliotheksleiterin anmerkt: "Direkt neben dem Internetcafé wird der Bücherbestand zu Computer sowie Beruf und Karriere angegliedert." Bald sollen im Gastronomiebereich außerdem kleine Speisen wie Brötchen und Salate angeboten werden.

(RP)