In Solingen-Wald herrscht Aufbruchstimmung

In Solingen-Wald herrscht Aufbruchstimmung : In Wald herrscht Aufbruchstimmung

„Wald-Arbeiter“ drücken aufs Tempo und sprechen mit Fraktionen über Haushaltsmittel für einen Stadtteil-Manager.

Vor gut zwei Monaten sind die „Wald-Arbeiter“ – eine Gruppe ehrenamtlich tätiger Walder, die den Stadtteil stärken will – an den Start gegangen. „Wir sind fleißig im Hintergrund tätig“, versicherte der Sprecher der Gruppe, der Unternehmer Horst Gabriel. Vorrangiges Ziel bleibe es, zunächst einen versierten Stadtteil-Manager einzustellen, der für Walder Projekte unter anderem Fördertöpfe akquiriert und die notwendigen Prozesse bündelt. „Die Finanzierung muss in den städtischen Haushalt 2020 aufgenommen werden“, betonte Gabriel im Gespräch mit unserer Redaktion. In Kürze, noch vor den Haushaltsberatungen der Parteien, werde man Gespräche mit den Fraktionen aufnehmen, damit ausreichend Mittel für den Stadtteil-Manager Wald in den Etat eingestellt werden. Wunsch der Wald-Arbeiter ist es, auf Dauer einen Stadtteil-Manager in Wald zu haben.

Denn im Stadtteil gibt es viel zu tun. Die Wald-Arbeiter fordern insbesondere mehr Tempo vor allem bei der Umsetzung des integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes. Der Leiter der Friedrich-Albert-Lange-Schule, Peter Wirtz, geht hier zuversichtlich davon aus, dass dieses Stadtteilkonzept „vielleicht bis zum Frühjahr 2020“ verabschiedet wird. Auch dafür, und natürlich für den Stadtteil-Manager, müssten jetzt Mittel in den Etat 2020 aufgenommen werden. „Es gibt sehr viel ehrenamtliches Engagement in Wald. Das stößt aber auch an seine Grenzen“, sagte Schulleiter Wirtz, zugleich auch Wald-Arbeiter und zusammen mit Pfarrer Bernd Reinzhagen und dem Walder Werbering einer derjenigen, die das Festprogramm „1000 Jahre Wald“ auf die Beine stellten.

Die „Wald-Arbeiter“ ziehen an einem Strang. Jetzt stehen Gespräche mit der Politik auf dem Programm. Foto: Uwe Vetter

Ziel aller Maßnahmen ist es, den Stadtteil für die Zukunft auszurichten. Dafür braucht es aber die Unterstützung der Politik und der Verwaltung. Es gehe darum, „mit Politik und Verwaltung für eine nachhaltige Entwicklung von Wald zu sorgen“. Ähnlich wie die „Jongens“ in Ohligs bringen sich die Wald-Arbeiter künftig für ihren Stadtteil ehrenamtlich ein.

„Wald“, davon ist Peter Wirtz mit Blick auf die vielfältigen Veranstaltungen anlässlich von „1000 Jahre Wald“ überzeugt, „hat sich in den vergangen Wochen und Monaten von seiner besten Seite gezeigt“. Zuletzt mit einem Stadtfest im September und danach unter anderem noch mit „Wald leuchtet“. In den Wochen zuvor sorgten einmal mehr die Walder Theatertage für Furore.

„Es herrscht Aufbruchstimmg in Wald“, finden Horst Gabriel und Peter Wirtz. Eine Aufbruchstimmung, die laut Guido Rohn, Vorsitzender des Fördervereins Jahnkampfbahn, genutzt werden muss. „Einen derartigen Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement findet man sonst nirgends“, betonte Rohn.

Er wie die anderen Mitstreiter der Wald-Arbeiter hoffen jetzt auf sichtbare Zeichen, dass es vorwärts geht in Wald. Optische Zeichen setzen könnte die Stadt-Sparkasse Solingen.

Denn Wunsch der Walder ist es, dass das Kreditinstitut näher ins Umfeld der Friedrich-Ebert-Straße mit der Filiale zieht. „Wald ist mit über 20 Mitarbeitern unser drittgrößter Standort“, sagte Sparkassen-Sprecher Martin Idelberger. Der bisherige Standort an der Poststraße sei „nicht optimal“, erklärte Idelberger und versicherte: „Wald ist ein gesetzter Standort, wir bleiben vor Ort.“ Einen neuen Standort gefunden hat die Sparkasse trotz intensiver Suche gleichwohl noch nicht. Der bisherige Standort Deutsche Bank in Wald sei zu klein für die Sparkasse.

Mehr von RP ONLINE