Im Frühjahr 2019 sollen alle 157 Lampen an der Solinger Korkenziehertrasse stehen

Korkenziehertrasse: Im Frühjahr stehen alle 157 Leuchten

Die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsbaugenossenschaften finanziert zehn Leuchten für die Korkenziehertrasse.

Das Ziel ist erreicht. Mit der zwölften Auflage des Miss-Zöpchen-Laufs über die Korkenziehertrasse ist nun genügend Geld vorhanden, um die rund elf Kilometer lange ehemalige Bahntrasse vom Südpark bis zum Roggenkamp komplett mit Leuchten auszustatten. Die stehen alle 65 bis 70 Meter und sorgen dafür, dass die bei Fußgängern wie Radfahrern, Skatern und Joggern beliebte Trasse auch in den Abendstunden im Herbst und Winter genutzt werden kann. „128 Leuchten stehen, weitere 29 sind finanziert und warten darauf, dass sie eingebaut werden können“, sagt Artur Pach vom Organisationsteam „Licht für die Trasse“.

Die Finanzierung von zehn Lampen zu je 2500 Euro hat jetzt auch die Arbeitsgemeinschaft Solinger Wohnungsbaugenossenschaften – dazu zählen die Bauvereine Wald, Gräfrath, Beamtenwohnungsbauverein, Eigenheim eG und Spar- und Bauverein Solingen (SBV) – übernommen. „Die Korkenziehertrasse ist ein tolles Projekt für die Freizeitgestaltung, viele nutzen sie auch für den Weg zur Arbeit“, sagt SBV-Vorstandsvorsitzender Ulrich Bimberg. Doch bevor die restlichen Lampen aufgestellt werden können, muss zunächst eine Ausschreibung erfolgen. „Ich gehe davon aus, dass in diesem Jahr die restlichen 29 Leuchten nicht mehr aufgestellt werden, sondern voraussichtlich im Frühjahr 2019“, sagt Artur Pach.

Kim Armbrüster, „Miss Zöpfchen“ im Jahr 2007, hatte damals die gute Idee, die ein Jahr zuvor realisierte rund elf Kilometer lange Korkenziehertrasse mit Lampen auszustatten. Gesagt, getan: „Für mich ist es eines der emotionalsten Projekte gewesen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung“, meint Artur Pach, der die Trasse als Ingenieur der Technischen Betriebe maßgeblich mit entwickelt hat. Nach zwei, drei Jahren war beim überwiegend ehrenamtlich tätigen Organisationsteam klar gewesen, das Projekt bis zum Schluss durchzuziehen. „Obwohl es auch mit viel Arbeit und Entbehrungen verbunden war“, so Pach.

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Aber das Projekt war auch mit viel Spaß verbunden, ergänzt Sportbund-Geschäftsführerin Karen Leiding. Insbesondere die sehr hohe Beteiligung bei allen Trassenläufen war für die Organisatoren eine Bestätigung. „Mehr als 500 Läufer haben zuletzt beim Firmenlauf mitgemacht, gut 160 Bambini-Läufer gingen an den Start“, freut sich Leiding. Anfang September beteiligten sich beim Volkslauf über die Trasse wieder weit mehr als 1000 Teilnehmer.

Gleichwohl müssen der Solinger Sportbund und das Organisationsteam „Licht für die Trasse“ nun überlegen, wie es nach dem Aufstellen der insgesamt 157 Lampen auf der Korkenziehertrasse weitergeht, zumal der Zweck des Projektes erreicht worden ist. „Es wird 2019 auf jeden Fall einen Lauf über die Trasse geben“, kündigen Karen Leiding und Artur Pach an.

Allerdings müsse zunächst über die Rahmenbedingungen nachgedacht werden. „Das müssen wir auch mit dem Stadtmarketing besprechen“, sagt Pach. „Und ob der Zweck beziehungsweise das Motto des Laufs so bleibt, ist ebenfalls noch ungewiss“, erklärt die Geschäftsführerin des Solinger Sportbundes. Ende dieses, spätestens Anfang des nächsten Jahres müsse aber Klarheit über die Zukunft des Volkslaufes herrschen – zumal dann die Organisation der Veranstaltung starten würde.

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