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Solingen: Houston geht - wie erwartet

Solingen : Houston geht - wie erwartet

Robert Houston hat in fünf Jahren die Mitarbeiter-Zahl bei Hammerstein verdoppelt und das Unternehmen global aufgestellt. Ende des Jahres verlässt der 52-Jährige erwartungsgemäß das von Johnson Controls aus Burscheid übernommene Unternehmen.

Nach der Übernahme des Automobilzulieferers C. Rob. Hammerstein (CRH) durch Johnson Controls im Dezember 2010 steht ein Personalwechsel in der Chef-Etage bevor: Robert Houston, der frühere Chef und Familiengesellschafter bei CRH verlässt zum Ende des Jahres das Unternehmen. Zu seiner persönlichen Zukunftsplanung sowie zu einer neuen Position an verantwortungsvoller Stelle in der Wirtschaft wollte sich der 52-jährige Houston gestern im Gespräch mit unserer Zeitung nicht äußern.

Hammerstein selbst bescheinigt er aber glänzende Zukunftsperspektiven. "Wir sind Teil eines großen Konzerns. Es sieht sehr gut aus. Unsere Sparte wächst."

Fast 1000 Mitarbeiter beschäftigt Hammerstein in Solingen. "Wir stellen ein und haben viele offene Stellen in Solingen," betont er. Nach seinen Worten werden beispielsweise Programmleiter, Ingenieure, aber auch Facharbeiter wie Schweißer und Werkzeugmacher gesucht.

Houston verantwortet im Konzern Johnson Controls derzeit den Produktbereich Metall, der weltweit 15 600 Mitarbeiter umfasst und auf einen Jahresumsatz von über drei Milliarden Euro kommt.

CRH-Betriebsratsvorsitzender Salvatore di Gaetano berichtet auf Anfrage, die Kollegen bei Hammerstein würden Robert Houston sehr viel Achtung entgegen bringen. "Er hat 1997 einen Betrieb mit knapp 500 Mitarbeitern übernommen und daraus ein globales Unternehmen mit weltweit über 3000 Mitarbeitern gemacht." Das verdiene Respekt. Überraschend kommt Houstons Ausscheiden für die Hammerstein-Mitarbeiter nicht; Johnson Controls hatte sich ebenfalls darauf eingestellt. "Uns war von Beginn an klar, dass er die erste Integrationsphase bis zu einem gewissen Punkt mitmachen wird", sagt Pressesprecher Ulrich Andree.

"Wir wollen wachsen"

Was bringt die Zukunft? Wie geht es weiter? Diese Fragen stellen die Hammerstein-Mitarbeiter derzeit verstärkt. Und dies nicht zuletzt auch, weil mit Rainer Schmückle Anfang November ein Top-Manager zu Johnson-Controls in Burscheid wechselt, der bei Mercedes zuvor als ein Sanierer und Sparer gegolten hat.

Solchen Befürchtungen entgegnet Unternehmens-Sprecher Andree jedoch: "Wir wollen wachsen." Der Umzug nach Haan belege doch gerade diesen Expansionskurs. Der Automobilzulieferer Johnson Controls errichtet in der Nachbarstadt seine neue Europazentrale (wir berichteten).

(RP/jt)