Solingen: Holperstrecke zur A 3

Solingen : Holperstrecke zur A 3

Sie gilt als eine der schlechtesten Straßen in Solingen, dabei handelt es sich um einen wichtigen Zubringer zur A 3. Das 530 Meter lange Stück der Löhdorfer Straße soll im kommenden Frühjahr aber endlich erneuert werden.

Für viele, sehr viele Autofahrer führt der Weg zur A 3 im Südwesten über die Löhdorfer Straße. Auch für Heinz Müller, der häufig die Strecke zwischen der Viehbachtalstraße mit der Ausfahrt Schwarze Pfähle in Richtung Aufderhöhe nutzt. Doch nach dem neuen Kreisverkehr Siebels werden die Autofahrer auf dem Teilstück bis zur Aufderhöher Straße sprichwörtlich durchgeschüttelt — wegen der Holperstrecke, die die Fahrzeuge zu bewältigen haben.

"Die Löhdorfer Straße ist hier in einem desolaten Zustand. Das ist eine Zumutung", berichtet Heinz Müller am Heißen Draht in die Redaktion. Sein Eindruck: "Es geht überhaupt nicht weiter." Dabei sei der Kreisverkehr doch schon vor einem Jahr gebaut worden. Nach Müllers Überzeugung müsste dieses Stück der Löhdorfer Straße schleunigst von Grund auf erneuert werden.

Thomas Freudewald, Ingenieur beim Technischen Betrieb Straßen und Grün (TBSG), stimmt ihm zu. "Jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, die Straße komplett zu erneuern. Das ist eine der schlechtesten Straßen, die wir in Solingen noch haben." Und dies ausgerechnet bei einem wichtigen Zubringer über Aufderhöhe zur Autobahn A 3.

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Sobald sich heute zwei Lastwagen begegnen und wegen des schlechten Zustandes der Fahrbahn nicht zügig genug aneinander vorbei fahren können, wird es nach der Beobachtung von Morgenpost-Leser Heinz Müller bereits kritisch auf der Löhdorfer Straße: Dann würde man als Autofahrer doch direkt im Stau feststecken.

Eigentlich sollte das 530 Meter lange Stück der Löhdorfer Straße bereits in diesem Jahr über das städtische Straßendeckenprogramm 2010 angepackt werden. Wie Freudewald erklärt, macht es aber Sinn, zuvor neue Kanalrohre und Versorgungsleitungen für Gas, Wasser sowie Strom in der Straße zu verlegen und anschließend die neue Asphalt-Decke aufzuziehen. Deshalb verzögert sich der Start der Arbeiten. "Im Frühjahr wollen wir damit beginnen", kündigt der TBSG-Ingenieur auf Anfrage unserer Zeitung an. Noch in diesem Herbst sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, bei denen dann ein Unternehmer den Komplett-Ausbau samt Kanalrohren und Versorgungsleitungen übernimmt. Kalkulierte Kosten: insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Die Erneuerung der Gehwege ist dabei allerdings nicht vorgesehen.

Selbst wenn der Ausbau im kommenden Frühjahr beginnen sollte, so schnell freilich dürften die Verkehrsbehinderungen auf dem 530 Meter langen Stück jedenfalls nicht behoben sein. Grund: Erwartet wird eine Bauzeit von insgesamt eineinhalb Jahren.

Schon als der Kreisverkehr Siebels im vergangenen Jahr gebaut wurde, mussten sich Autofahrer im Berufsverkehr mitunter auf Dauerstaus einstellen.

(RP)
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