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Hochwasser in Solingen: Wuppergebiet wird zur Modellregion für das Warnsystem 4.0

Hochwasserschutz im Bergischen Land : Wuppergebiet wird zur Modellregion für Hochwasser-Warnungen

Die Arbeit an einem gemeinsamen Hochwasser-Warnsystem im bergischen Städtedreieck gehen weiter. Nun gibt es eine Anschubfinanzierung durch die Bergische Universität. Damit könne das Wuppergebiet zur Modellregion werden, sagt der Wupperverband

Der Wupperverband hat ein Forschungsprojekt gestartet, um das Wuppergebiet zur Modellregion in Sachen Hochwasser-Warnsystem zu machen. Dafür hat die Bergische Universität Wuppertal eine Anschubfinanzierung ermöglicht. Das Projekt findet in Kooperation mit der Firma Berger, den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid sowie der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) statt.

Ziel sei, so der Wupperverband, mittels Künstlicher Intelligenz (KI), Messwerten und Wetterdaten, Pegelstände entlang der Wupper vorherzusagen. Dabei sollen vor allem kurzfristige Prognosen über 90 Minuten bis zu einigen Stunden erreicht werden. Mit den gesammelten Daten könnte die Bevölkerung im Notfall gewarnt werden, beispielsweise über eine App.

Grundlage für das gemeinsame Warnsystem sei die Vernetzung der Akteure mit ihren jeweiligen Sensoren. So verfüge der Wupperverband bereits über ein umfangreiches Pegel- und Niederschlagsmessnetz sowie entsprechende Modelle zur Datenerhebung. Diese sollen nun um Prognosetools ergänzt werden, so der Verband. Zunächst liege der Fokus auf der gesamten Wupper. Nach und nach sollen die ­wichtigsten Nebengewässer in das System integriert werden. Dafür laufen bereits die Vorbereitungen. Die Firma Berger habe bereits mit der Installation weiterer Sensoren begonnen.

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Nach ihrer Erfassung sollen Pegel- und Niederschlagsdaten durch den Lehrstuhl für Technologien und Management der Digitalen Transformation der Bergischen Universität mit einer KI analysiert werden. Dazu wurde seitens der Universität die Anschubfinanzierung ermöglicht, um die Arbeiten intensiv weiter verfolgen zu können. Für die weitere Finanzierung solle kurzfristig ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt ins Leben gerufen und öffentliche Fördermittel eingeworben werden. Der Start des Forschungsprojektes sei ein weiterer gemeinsamer Schritt zu einem Hochwasser-Warnsystem 4.0, heißt es beim Wupperverband.

(c-st)