Solingen: Herder-Messer ausgezeichnet

Solingen : Herder-Messer ausgezeichnet

Die Manufactur Herder Windmühlenmesser ist mit dem "Interior Innovation Award 2012", dem "Designpreis Deutschland 2012" und dem "Japan Good Design Award 2012" ausgezeichnet worden. Das Unternehmen beschäftigt 78 Mitarbeiter.

Gute Messer sind von Hand gemacht – das Motto von Herder Windmühlenmesser ist seit Jahren Programm, und im Wettbewerb der Schneidwarenanbieter hat sich das Ohligser Unternehmen schon lange als Manufactur etabliert. Herder-Messer mit ihrem hohen Handarbeitsanteil, den dünn geschliffenen Klingen und ihren Griffen aus verschiedensten Edelhölzern sind im Trend. Nicht nur bei den Verbrauchern im In- und Ausland, auch bei den Juroren, die über die Vergabe von Design-Preisen entscheiden. Hier konnte das 1872 gegründete Unternehmen jetzt gleich mehrere Auszeichnungen einheimsen.

So den "Interior Innovation Award 2012" für das Universalmesser Flachschmieder: "Ein Kochmesser zum Arbeiten auf dem Brett", erklärt Geschäftsführerin Giselheid Herder-Scholz.

Im Oktober vor zwei Jahren ist das Kochmesser auf den Markt gekommen, seit 2007 hat sich Giselheid Herder-Scholz Gedanken über die Gestaltung und Funktionalität dieses Messers gemacht, das nun auch mit dem "Japan Good Design Award 2012" ausgezeichnet worden ist. "Dieser Preis gilt in Japan und über die Grenzen hinaus als einer der bedeutendsten Designpreis", weiß die Firmen-Chefin, die zusammen mit ihrem Vetter Frank Daniel Herder die Manufactur in der vierten und fünften Generation leitet. Beim Entwickeln des Flachschmieders kam es Giselheid Herder-Scholz auch darauf an, das Handwerk des Breitschmiedens zu erhalten.

Den "Japan Good Design Award" gab es zudem nicht nur für den Flachschmieder, sonder auch für das Küchenmesser "Lignum S2 Kamo-to Edition", ein Kooperationsprodukt des Ohligser Unternehmens mit einer japanischen Schmiede. "Mit dieser Schmiede arbeiten wir seit zwölf Jahren zusammen. Wir haben hier das Design für das Küchenmesser entwickelt, in Japan wurde die Klinge geschmiedet", erzählt Herder-Scholz.

Besonders stolz ist sie aber über eine weitere Auszeichnung, nämlich den "Designpreis Deutschland 2012" in Silber für das "K2"-Küchenmesser. Dieses Produkt aus dem Haus der Manufactur hat schon so ziemlich alle Designpreise abgeräumt, unter anderem vor einem Jahr den "iF product design award 2010" in Gold. Das K2, ein Kochmesser mit einer 110 Millimeter langen Klinge, eignet sich für alle Arbeiten auf dem Brett und schneidet Gemüse wie Fleisch glatt und präzise. "Der Designpreis Deutschland ist schon etwas Besonderes", sagt Herder-Scholz mit Blick auf diese Auszeichnung, die das Unternehmen jetzt erstmals verliehen bekommt. Auf der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente, traditionell ein Treffpunkt der Solinger Schneidwaren- und Besteckbranche, wird der Designpreis im Februar kommenden Jahres im Rahmen einer Feierstunde verliehen.

2011 war für Herder Windmühlenmesser ein gutes Jahr: "Wir sind gewachsen, wir können zum Jahresende mit einem zweistelligen Plus abschließen", sagt die Geschäftsführerin. Je zur Hälfte verkauft das Unternehmen sein rund 600 Artikel umfassendes Produktprogramm – im In- und Ausland.

(RP)
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