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Solingen: Herausforderung angenommen

Solingen : Herausforderung angenommen

In finanziell engen Zeiten will Paul Westeppe die dennoch wichtigen Vorhaben im Stadtbezirk Burg/Höhscheid umsetzen. Knappe Mittel, so der Bezirksvorsteher, setzen in ganz besonderen Maße intelligente Lösungen voraus.

Wie dick es kommen wird in Solingen als Kommune mit Nothaushalt, das wird sich im Januar so richtig zeigen. Paul Westeppe, alter und neuer Bezirksvorsteher in Burg/Höhscheid ist bereit, die anstehenden Herausforderungen anzunehmen. Und er weiß ein Gremium hinter sich, in dem fernab der Parteigrenzen konstruktiv und ideologiefrei an den Lösungen gearbeitet wird. Und somit hat sich auch in der neuen Besetzung des Gremiums eines nicht verändert: Parteipolitik außen vor zu lassen und stattdessen gemeinsam Lösungen für den Stadtteil zu finden.

Knappe Mittel, so weiß Paul Westeppe, setzen intelligente Lösungen voraus. Und die wird das Gremium auch im neuen Jahr gemeinsam erarbeiten, da ist der Bezirksvorsteher sicher. Sponsoren und Zuschüsse Dritter könne er sich vorstellen, um Dinge zu realisieren, für die der Stadt das Geld fehlt. "Das Land hat es uns erleichtert, Sponsoren ins Boot zu holen" freut sich Paul Westeppe.

Ein zentrales Thema im neuen Jahr werden die Grünflächen sein, von denen der Stadtbezirk Burg/Höhscheid besonders viele hat und von denen sich die Stadt zum Teil trennen will. "Vorhandene Erholungsflächen für die Bürger sollen erhalten werden", sagt der Bezirksvorsteher, und er hat auch schon den einen oder anderen im Kopf, den er um Hilfe bitten will. In Burg kann der Erhalt der Grünflächen zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein betrieben werden. "Schließlich ist Burg/Höhscheid der größte Stadtbezirk mit mehr Bäumen als Menschen", sagt Paul Westeppe scherzhaft. Und daher ist für diesen Bereich auch die Weiterentwicklung eines Tourismuskonzeptes wichtig. "Wir müssen Burg und Müngsten touristisch nach vorne bringen", sagt der CDU-Politiker.

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Im Bereich Höhscheid und Grünewald kann sich nach Auffassung von Westeppe noch einiges verbessern, schließlich sei man das Tor zur Innenstadt. Auch wenn es nicht übermäßig viele Leerstände dort gibt, könne noch etwas getan werden, ist der Bezirksvorsteher sicher.

Ein weiteres zentrales Thema in den kommenden Sitzungen wird der Hochwasserschutz für den Eschbach sein, seit zehn Jahren beschäftigt sich die Bezirksvertretung damit. Die jetzt vom Wupperverband favorisierte Stollenlösung ist nach Auskunft von Paul Westeppe zwar die teuerste aber auch die sicherste. Derzeit sei man dabei, alles mit der Bezirksregierung abzuklären. "Der Bezirksvertretung ist es gelungen, durch das ständige Aufbauen von Druck den Hochwasserschutz voranzubringen", ist Westeppe sicher.

Auch die zum Teil nachts ausgeschaltete Straßenbeleuchtung wird 2010 Thema im Stadtbezirk Brg und Höhscheid sein. "Hier sind wir auf die Hilfe des Rates angewiesen", sieht der Bezirksvorsteher durchaus die Entscheiungsgrenzen des Gremiums.Und dennoch würde Paul Westeppe seinen Bezirksvorsteherposten nicht mit einem Ratsmandat tauschen wollen. "Wir können hier eine Menge mehr gestalten", sagt er, und man nimmt ihm diese Aussage unbesehen ab.

(RP)