Solingen: Heidebad: BfS fordert Bestandsschutz

Solingen: Heidebad: BfS fordert Bestandsschutz

Bürgergemeinschaft vermutet im Nein zu Naturbad abgekartetes Spiel.

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat mit Empörung auf die Nachricht reagiert, wonach eine Umwandlung des Heidebades in Ohligs in ein Naturbad kaum möglich sein soll. "Es ist eine Unverschämtheit, dass darüber nicht zuerst die Politik informiert wurde", sagte gestern der BfS-Vorsitzende Martin Bender, nachdem unsere Redaktion in dieser Woche über die noch unveröffentlichten Ergebnisse einer entsprechenden Prüfung durch die Bädergesellschaft berichtet hatte. Und BfS-Fraktionschef Heinz Bender wiederum mutmaßte seinerseits, die Stadtverwaltung habe das Thema im Zuge der Haushaltsdiskussion vorab "versenken" wollen.

Tatsächlich hatte die Chefin der Bädergesellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer, inhaltliche Aussagen zu dem Gutachtens-Resultat unter Verweis auf eine der nächsten Sitzungen des Sportausschusses gegenüber unserer Redaktion abgelehnt. Dennoch blieb Heinz Bender am Freitag bei der Kritik und nannte den Umstand der Veröffentlichung "skandalös". Gleichzeitig kündigte er Konsequenzen an. So werde die "Zusammenarbeit mit der BfS nicht einfacher", sagte der BfS-Fraktionschef an die Adresse der Verwaltung gerichtet und mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen.

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Im vergangenen Jahr war die Prüfung zu einer Umwandlung des Heidebades in ein Naturbad während der Etatberatungen für 2017 auf Veranlassung der BfS in die Wege geleitet worden. Wobei die Bürgergemeinschaft, unabhängig von der Naturbad-Variante, weiter darauf besteht, dass das Heidebad erhalten bleibt. Zwar werde man sich nun zunächst die Expertise anschauen, sobald diese für die Politik verfügbar sei, sagte Martin Bender. Fest stehe aber schon jetzt, dass es für das Bad einen Bestandschutz geben müsse. "Für den Ersatz der alten Technik sind rechtzeitig Rückstellungen zu bilden", so der BfS-Vorsitzende.

(or)