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Solingen: Hausbesitzer fordern Alkoholverbot in der City

Solingen : Hausbesitzer fordern Alkoholverbot in der City

Haus & Grund verlangt Maßnahmenpaket der Stadt, um die City attraktiver und sicherer zu machen.

Leere Geschäfte, Graffiti an Hauswänden und immer mehr Bürger, die sich in der Solinger Innenstadt unsicher fühlen — die im Verein Haus & Grund Solingen zusammengeschlossenen Immobilienbesitzer schlagen Alarm. Um eine weitere "Spirale nach unten" zu stoppen, verlangen sie nun von der Stadt einen kurzfristigen Maßnahmenkatalog, mit dem die City wieder attraktiver gemacht werden soll.

Auf einer Mitgliederversammlung wurde unter anderem gefordert, ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen zu erlassen, den Müll konsequent zu beseitigen sowie genügend Polizisten und Ordnungskräfte loszuschicken. Der Staat als Ordnungsmacht behalte sich vor, die Sicherheit zu gewährleisten, sagte Haus & Grund-Vorsitzender Dr. Hans Reinhold Horst. Dann sei der Staat aber auch verpflichtet, diese umzusetzen. Horst: "Wieso gibt es in Solingen keine Sperrstunde, die konsequent überwacht wird?"

Sollte sich nichts verbessern, befürchten die Hauseigentümer massive Verschlechterungen. Bereits heute sei es in Teilen der City schwer, Wohnungen zu vermieten, da es immer wieder zu Ruhestörungen und Belästigungen komme. Und dies sei nicht alles. Nach Ansicht von Haus & Grund besteht überdies die Gefahr, dass potenzielle Kunden von einem Besuch abgeschreckt werden.

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Zwar gab es vor kurzem ein Gespräch zwischen Hauseigentümern sowie Stadt. Doch dies kann für Haus & Grund nur ein Anfang sein. Deshalb entwickelte der Verein Ideen, mit deren Hilfe die Einkaufsstadt attraktiver werden könnte. So fordern die Hausbesitzer nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch "kostenlose Kurzzeitparkplätze" und ein "einfaches Parkleitsystem".

Damit wären für Haus & Grund aber noch nicht alle Probleme beseitigt. So monierte die Besitzerin eines Geschäftshauses an der Linkgasse bei der Mitgliederversammlung, dass neue Pflaster führe dazu, dass Regen ins Geschäft fließe. Von der Stadt fühlt sie sich nicht ernst genommen. Beschwerden hätten nichts gebracht. Die Stadt kündigte eine Lösung an. "Eventuell kann die Besitzerin eine zusätzliche Abflussrinne anbringen", sagte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Darüber hinaus werde es auch weitere Gespräche mit Haus & Grund geben.

(RP)