Solingen: Handballer bringen Farbe in Kita Rupelrath

Solingen : Handballer bringen Farbe in Kita Rupelrath

Beim "Social Day" des TSV Aufderhöhe am vergangenen Samstag machten sich 16 Spieler der Handballmannschaften daran, die Innenräume der Kindertagesstätte zu streichen.

Statt zum Wurfball griffen die Handballspieler des TSV Aufderhöhe am vergangenen Samstag zu Farbeimer, Teleskopstab und Farbrollen. Ihren Vormittag verbrachten 16 Spieler der 1. und 2. Handballmannschaft des Turn- und Sportvereins damit, die Innenräume der evangelischen Kindertagesstätte Rupelrath neu zu streichen. Die Renovierung der Kita gehörte zur Aktion "Social Day" der Handballmannschaften. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie der Kita Pinocchio II zu einem neuen Gartenhaus verholfen.

"Wir möchten diese Aktion im Verein gerne etablieren und auch in den kommenden Jahren durchführen", sagte Alexander Jentzsch. "Als Verein sind wir immer auf Unterstützung angewiesen. So geht es auch anderen Einrichtungen, denen wollen wir mit unserem Engagement helfen", so Jentzsch. Der Kontakt zur Kita bestand bereits durch Maja, die Tochter des Abwehrspielers Matthias Späth. "Als wir der Kita-Leiterin Christiane Weise von unserer Idee erzählt haben, war sie natürlich begeistert", berichtet Jentzsch. Einige Eltern der Kita-Kinder leisteten Vorarbeit, indem sie Dekorationen abnahmen und Möbel zusammenrückten.

Dabei bewiesen auf dem neuen Terrain des Renovierens nicht alle Spieler so viel Talent wie auf dem Handballfeld: Bastian Plaskocinski tunkte die Farbwalze zunächst so tief in den Eimer, dass ihm beim Streichen der Decke ein ordentlicher Batzen weißer Farbe ins Gesicht platschte. "Einige von uns hatten noch nie einen Pinsel in der Hand, aber andere sind handwerklich schon etwas versierter", berichtete Jentzsch.

Unter den Hobbyspielern befanden sich sowohl Gartenlandschaftsbauer als auch Versicherungsmakler oder Chemiker. Gesponsert wurden Farbe und Materialen vom TSV-Trainer Gunnar Holz und seiner Immobilienfirma. Doch trotz kleiner Anfängerfehler: die rund 400 Quadratmeter Wandfläche — so viel wie ein halbes Handballfeld — leuchteten nach weniger als vier Stunden in frischem Weiß. Nach den letzten Aufräum- und Putzarbeiten gönnten sich die Handballspieler Kaffee und Kuchen vom Buffet, das die Eltern für die Helfer bereitgestellt hatten, oder auch ein wohlverdientes kühles Bier.

"Für uns war das Streichen kein großer Aufwand, und wir opfern einen Tag im Jahr gerne, wenn wir damit helfen können", heiß es denn auch. Im nächsten Jahr wollen die Handballer wieder einen Tag für den guten Zweck schuften. Gerne auch in ihrem Stadtteil.

Bisher wurde die Grundschule Aufderhöhe, die direkt neben dem Verein liegt, ins Auge gefasst. "Genaues steht noch nicht fest. Nur, dass wir weitermachen möchten", sagte Jentzsch.

(RP)