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Handball-Bundesliga: Bergischer HC domiert HBW Balingen-Weilstetten

Handball Bundesliga : BHC liefert souveräne Leistung

Der Bergische HC leistet sich beim 30:22 (14:11)-Heimsieg gegen HBW Balingen-Weilstetten nur in der Endphase der ersten Halbzeit eine kurze Schwächephase.

In Rückstand lag der Bergische HC ein einziges Mal. Nach dem frühen 1:2 (4.) starteten die Löwen durch, um fortan das Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten souverän zu gestalten.

Die Schwaben waren allerdings auch weit davon entfernt, an ihre zuletzt guten Leistungen anzuknüpfen. Im Spielaufbau unterliefen ihnen in der Anfangsphase zahlreiche Fehler, die der BHC konsequent bestrafte. Insbesondere bei den Anspielen an den Kreis waren die Gastgeber wachsam. Von den abgefangenen Bällen profitierten unter anderem David Schmidt oder Yannick Fraatz mit ihren Treffern per Zweiter Welle und Tempogegenstoß. Arnor Gunnarsson (Siebenmeter) und Fabian Gutbrod steuerten zwei weitere Tore zur frühen 6:2-Führung (8.) bei.

Knapp zehn Minuten später betrug das Polster bereits sieben Tore (10:3). Entscheidenden Anteil daran hatte Keeper Christopher Rudeck, der sich in den ersten 20 Minuten mit mehreren Paraden auszeichnete. Gegen die stabile BHC-Deckung kamen die Balinger kaum zum Zug.

Abgesehen von einer kurzen Schwächephase in der Endphase der ersten Halbzeit (14:11) blieben die Bergischen die dominierende Mannschaft – weil sie abermals von allen Positionen Torgefahr ausstrahlten und damit für die HBW-Abwehr unberechenbar waren. Den Großteil der Treffer beim 30:22-Erfolg teilten sich David Schmidt und Lukas Stutzke (jeweils 5) aus dem Rückraum sowie Max Darj (6) vom Kreis.

BHC-Coach Sebastian Hinze hatte nach Spielschluss am Auftritt seiner Mannschaft wenig auszusetzen. „Wir haben gut in der Abwehr gestanden und haben die Balinger Rückraumschützen aus dem Spiel genommen.“ Dass sich der zwischenzeitliche Sieben-Tore-Vorsprung zur Halbzeit auf drei Treffer reduzierte, erklärte der Löwen-Trainer mit der „fahrigen Phase am Ende der ersten Halbzeit“ mit zum Teil zu frühen Abschlüssen. „In der zweiten Hälfte haben wir wieder mehr Geduld gehabt – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr.“ Das sei ausschlaggebend gewesen.

Hinzes Trainerkollege Jens Bürkle stellte resigniert fest, „dass wir nicht auf dem Niveau der Vorwochen agiert und viele Sachen schlampig gemacht haben“. Sechs Kontertore nach eigenen Technischen Fehlern waren für den HBW-Cheftrainer entscheidend. „Wir haben 15 Minuten gebraucht, um für unser Spiel Lösungen zu finden – das war gegen einen starke Mannschaft wie den Bergischen HC schon zu spät.“