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Solingen: "Hallo Gräfrath" bleibt erhalten

Solingen : "Hallo Gräfrath" bleibt erhalten

Vor kurzem hatte es noch so ausgesehen, als würde sich die Aktionsgemeinschaft auflösen. Jetzt ist jedoch eine Lösung gefunden worden, um den Verein zu retten. Cornelia Kreitzberg (42) wird als neue Vorsitzende die bisherige Arbeit fortführen.

Gräfrath Als sich die Aktionsgemeinschaft Solingen-Gräfrath ("Hallo Gräfrath") zu ihrer jüngsten Hauptversammlung traf, stand ihre Zukunft in den Sternen. "Ich war darauf vorbereitet, den Verein zu liquidieren", berichtet Frank Henkel, der ehemalige Vorsitzende. Denn der bisherige aktive Vorstand habe zurücktreten wollen, ein neuer im Vorfeld nicht in Aussicht gestanden.

Im Laufe des Abends fand sich jedoch eine Lösung: Neue Vorsitzende ist nun Cornelia Kreitzberg, bislang stellvertretende Vorsitzende. "Ich freue mich auf die neuen Aufgaben", sagt die 42-Jährige, die mit der "jack's gift company" einen Großhandel für Werbeartikel betreibt. "Es wäre schade gewesen, wenn sich die Gemeinschaft von Gewerbetreibenden hätte auflösen müssen."

Das meint auch Frank Henkel. "Wir haben aktuell 60 Mitglieder und keine wirtschaftlichen Sorgen", sagt der 41-Jährige. Drei Jahre war er Vorsitzender von "Hallo Gräfrath". Weil er jetzt beruflich sehr eingespannt sei, habe er den Vereinsvorsitz nicht weiterführen wollen.

Mit dem Ärger um das nicht stattgefundene Straßenfest im vergangenen Sommer habe seine Entscheidung nichts zu tun. "Ich habe die Sache zwar nicht schön gefunden, aber ich konnte damit leben." Der Ärger war entstanden, weil das Straßenfest mangels Ausweichterminen für den gleichen Tag wie das Zeltfest alteingesessener Gräfrather Vereine vorgesehen war. "Weil sie befürchteten, dass mehr Leute zu unserem Straßenfest kommen, haben wir es schließlich abgesagt", berichtet Henkel, Geschäftsführer der "Inpetto Agentur für Kommunikation". Er will dem Verein weiterhin treu bleiben, jedoch nicht in erster Reihe. "Der Altvorstand ist jetzt in den Beirat gewechselt und unterstützt von dort den neuen Vorstand mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen." Das sei wichtig. "Denn Gräfrath ist von seiner Vereinslandschaft her nicht einfach." Auch am Straßenfest, das unter seinem Vorsitz zwei Mal stattfand, hängt nach wie vor sein Herz. "Es war uns gelungen, neben dem Gräfrather Marktfest ein zweites Fest zu etablieren, das zwei Mal sehr erfolgreich und sehr gut besucht war."

Cornelia Kreitzberg liegt ebenfalls daran, die bisherigen Konzepte und Ideen weiterzuführen. "Ein Straßenfest ist positiv und spricht viele Leute an", sagt die Mutter eines zehnjährigen Sohnes. Sie begrüße außerdem Kleinkunst wie "Comedy in der Feuerwache" in Gräfrath, wie sie bereits vom Verein organisiert worden sei. "Jetzt muss ich mich aber erst einmal einarbeiten."

Gestern Abend fand die erste Sitzung des neuen Vorstandes statt.

(RP)